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SCHUBERT WÜRDIGT OPFER DES HOLOCAUST IN DER VATERUNSER-KIRCHE

Pressemitteilung vom 24.09.2004

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Die Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Justiz, Karin Schubert, erinnert in einer Rede anlässlich der Einweihung einer Gedenktafel am Sonntag, 26. September 2004, um 18.00 Uhr in der Vaterunser-Kirche, Detmolderstraße 17 – 18, Berlin-Wilmersdorf, an die Opfer des Holocaust und die Anschläge auf jüdische Einrichtungen in den 90er Jahren in Buenos Aires. Die Gedenktafel wird in Kooperation der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz auf Initiative der Internationalen Raoul-Wallenberg-Stiftung angebracht. (Fototermin).

Schubert: „Es ist wichtig, dass das gemeinsame Gedenken an Verfolgung und Völkermord auch im Rahmen des ‚Kulturdialogs Berlin-Buenos Aires‘ seinen angemessenen Platz findet. Ich bin froh und stolz, dass diese Gedenktafel in der Vaterunser-Kirche unserer Stadt angebracht wird. Die Gedenktafel mahnt uns, antisemitischer Hetze und Gewalt entschlossen entgegenzutreten. Das werden wir auch gegenüber jenen rechtsextremen Parteien tun, die bei den jüngsten Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen wieder verstärkt Zulauf erhielten.“

Die Gedenktafel ist eine Replik einer Tafel, die in der Kathedrale von Buenos Aires hängt. In die Gedenktafel sind Dokumente jüdischer Religion und Kultur eingearbeitet, die aus den Orten der Zerstörung und Vernichtung gerettet worden sind. Zum Beispiel ein Gebetbuch mit Kommentaren aus dem Ghetto von Wilna und ein Stück aus dem Kaddisch aus den Ruinen der Synagoge im Warschauer Ghetto. Es war das Anliegen von Baruch Tenembaum, Gründer der Internationalen Raoul Wallenberg Stiftung, als Zeichen der Versöhnung eine Replik dieser Erinnerungstafel auch in einer evangelischen Kirche in Berlin anzubringen.

Die Einweihung wurde in den Zeitraum der Veranstaltungen zum 10-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Berlin-Buenos Aires gelegt. Ausgewählt wurde die Vaterunser-Kirche, da sie in der Nachbarschaft der schwedischen Gemeinde und der Birger-Forell-Schule steht. Während der Zeit des Nationalsozialismus half Pfarrer Birger Forell Verfolgten und stand in Beziehung mit dem Diplomaten Raoul Wallenberg. – - – - -

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