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VORSCHRIFTEN FÜR IMPFUNGEN UND ANDERE MASSNAHMEN DER PROPHYLAXE DES ÖFFENTLICHEN GESUNDHEITSDIENSTES AKTUALISIERT

Pressemitteilung vom 28.09.2004

Aus der Sitzung des Senats am 28. September 2004:

Der Senat hat auf Vorlage der Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, Dr. Heidi Knake-Werner, Ausführungsvorschriften über Schutzimpfungen und andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe des öffentlichen Gesundheitsdienstes im Land Berlin zur Kenntnis genommen. Die Vorlage wird dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme unterbreitet.

Im Rahmen der Neuordnung seuchenrechtlicher Bundesvorschriften wurde das Infektionsschutzgesetz am 1. Januar 2001 in Kraft gesetzt. Danach gibt die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert- Koch-Institut in Empfehlungen den medizinischen Standard vor und die oberste Landesgesundheitsbehörde bestimmt, welche empfohlenen Impfungen und anderen spezifisch prophylaktischen Maßnahmen vom Gesundheitsamt oder dem Institut für Tropenmedizin/öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) durchgeführt werden.

Für die Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes im Land Berlin sind die Bezirksämter zuständig. Die nun vorgelegten Ausführungsvorschriften wurden daher auch mit Fachvertretern der Bezirke abgestimmt. Das Infektionsschutzgesetz und die STIKO-Empfehlungen vom Juli 2004 sollen in den Bezirken möglichst einheitlich umgesetzt werden.

Die neuen Ausführungsvorschriften regeln für den ÖGD erstmalig auch einige Details über die anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe, die ebenfalls von der STIKO empfohlen werden, z. B. die Medikamentengabe für Kontaktpersonen zu einem Erkrankungsfall an Hirnhautentzündung durch Meningokokken. Diese Erkrankung tritt in der Regel in Berlin nur vereinzelt auf.

Senatorin Dr. Knake-Werner: „Infektionskrankheiten können sehr gefährlich sein und sich rasch ausbreiten, wenn nicht ein individueller Schutz möglichst im frühen Kindesalter, aber auch bei Heranwachsenden und Erwachsenen gegeben ist. Schutzimpfungen sind noch immer die beste Prophylaxe und sollten möglichst vielen Menschen zuteil werden. Daher muss das Augenmerk von Ärztinnen und Ärzten sowie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im niedergelassenen Bereich und im öffentlichen Gesundheitsdienst auch künftig auf den Impfstatus der Bevölkerung gerichtet sein. Vorrangig sind aber jeder und jede Einzelne aufgefordert, für den eigenen Impfschutz oder den seiner Kinder Sorge zu tragen.“ – - -

Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz
Telefon: 9028-2743
E-Mail: pressestelle@sengsv.verwalt-berlin.de