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ZUKUNFTSFONDS ERHIELT FRISCHES KAPITAL AUS LANDESHAUSHALT: 50 MILLIONEN EURO FÜR INNOVATIONSFÖRDERUNG

Pressemitteilung vom 29.01.2004

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen hat dem Zukunftsfonds Berlin sieben Millionen € zugeführt und so sichergestellt, dass der Fonds handlungsfähig ist. Es handelt sich hierbei um nicht abgerufene Fördermittel des Landes für gewerbliche Investitionen, die über den Zukunftsfonds nunmehr die Innovationsfähigkeit und damit ebenfalls die Wirtschaftsstruktur des Standorts Berlin stärken. Damit wird ein Zeichen gesetzt, dass das Land Berlin auch in Zeiten knapper Kassen in die Zukunft des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts investiert. Außerdem hat der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen in Verhandlungen mit der EU-Kommission erreicht, dass auch Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für den Zukunftsfonds Berlin verwendet werden können.

Durch die Kombination von Landes- und EU-Geldern lassen sich die verfügbaren Mittel mehr als verdoppeln. Mit der aktuellen Zuführung können neue Projekte mit einem Umfang von etwa 17 Millionen € gefördert werden. Dem Zukunftsfonds Berlin sind damit seit seiner Errichtung insgesamt 20 Millionen € aus Landesmitteln zugeflossen, aus denen durch Kofinanzierung aus dem EFRE ein gesamtes Fördervolumen von voraussichtlich knapp 50 Millionen € mobilisiert werden kann.

Der Zukunftsfonds Berlin unterstützt regionale Innovationsprojekte in den Innovationsschwerpunkten Berlins. Dies sind die Informations- und Kommunikationstechnologie, die Bio- und Medizintechnik sowie die Verkehrssystemtechnologie. Der Zukunftsfonds fördert insbesondere dann, wenn die Projekttätigkeit auch nach Ablauf der Förderung mit Nutzen für die Region verbunden ist, und wenn die Projekte geeignet sind, aus den wissenschaftlichen Stärken der Stadt wirtschaftlich erfolgreiche Ergebnisse zu generieren.

Idealerweise führt die Verwertung der Ergebnisse auch zu Rückflüssen an den Fonds, aus denen dann neue Projekte gefördert werden können. Die strategische Ausrichtung des Fonds erfolgt ebenso wie konkrete Förderempfehlungen durch den Technologie- und Innovationsrat des Landes Berlin (TIR). Der TIR wurde als Berater der Landesregierung in innovationspolitischen Fragen im Jahr 2000 vom Regierenden Bürgermeister berufen und ist mit international erfahrenen Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft besetzt.

Senator Harald Wolf erklärt hierzu: „Das Geld für den Zukunftsfonds Berlin ist im direkten Wortsinn eine Investition in die Zukunft unserer Stadt. Ich habe die Aufstockung veranlasst, weil der Zukunftsfonds ein wertvolles Instrument ist, um gezielt die bereits vorhandenen Stärken der Stadt auszubauen. Berlin wird aus eigener Kraft dann erfolgreich sein, wenn es gelingt, in den Hochtechnologiefeldern, auf denen der Standort heute schon kompetent ist, eine internationale Spitzenposition zu erringen. Bei dieser Politik brauchen wir einen langen Atem. Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, den Zukunftsfonds Berlin auch in den nächsten Jahren mit den erforderlichen Mitteln zu dotieren.“

Dr. Christian Hammel, Leiter des Geschäftsstelle des Fonds bei der Technologiestiftung erklärt: „Wir können jetzt aktuelle Technologiethemen der Stadt gezielt so weiterentwickeln, dass die Geförderten einen internationalen Vorsprung vor anderen Wettbewerbern erzielen. Wir rechnen mit dem Eingang von bereits avisierten Projektvorschlägen im Umfang von mindesten 30 Mio. EUR. Optische Komponenten für die Medizintechnik und die Fahrzeugsicherheit werden dabei ebenso vertreten sein wie neue Programmiertechniken und die Glycobiotechnologie.“

Rückfragen:
Christoph Lang
Telefon: 90 13 – 74 18
E-Mail: pressestelle@senwiarbfrau.verwalt-berlin.de