Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

HARALD WOLF BEGRÜSST UNISEX-TARIFE BEI RIESTER-RENTE UND FORDERT MEHR: GLEICHE VERSICHERUNGSPRÄMIE ÜBERALL!

Pressemitteilung vom 28.04.2004

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf, begrüßt den Beschluss der SPD-Fraktion im Bundestag, ab 2006 sogenannte Unisex-Tarife, also gleiche Versicherungsprämien für Mann und Frau bei der Riester-Rente einzuführen.

Wolf: „Damit folgt die SPD im Bundestag der Aufforderung des Bundesrates, Unisex-Tarife bei der Riester-Rente vorzuschreiben. Das war überfällig. Denn diese Versicherung ist ein Ersatz für Kürzungen bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Eine Benachteiligung von Frauen durch höhere Prämien oder niedrigere Leistungen wäre hier willkürlich sowie verfassungs- und europarechtlich bedenklich gewesen.“

Wolf fordert die Bundesregierung auf, weiter zu gehen und auch geschlechtergerechte Tarife bei anderen privaten Versicherungen vorzuschreiben: „Nun muss die Bundesregierung aber konsequent sein und auch Unisextarife in allen privaten Kranken- und Rentenversicherungen durchzusetzen, wie es die EU vorsieht. Die Einteilung von Risikogruppen nach Mann und Frau ist diskriminierend, weil sie zum Beispiel nicht berücksichtigt, dass Frauen oft ihre männlichen Partner im Alter pflegen und so die Versicherungskosten für Männer senken, weil sie ihnen Aufenthalte im Krankenhaus oder Pflegeheim ersparen. Es gibt längst versicherungsmathematisch modernere Methoden als die überholte Sortierung nach Mann und Frau. Von Unisextarifen würden aber auch Männer profitieren, die zum Teil in der Kfz-Versicherung höhere Prämien zahlen müssen.“

Rückfragen:
Christoph Lang
Telefon: 90 13 – 74 18
E-Mail: pressestelle@senwiarbfrau.verwalt-berlin.de