Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

KRAUSZ STEHT NICHT MEHR ALS STAATSSEKRETÄR ZUR VERFÜGUNG

Pressemitteilung vom 06.01.2004

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur teilt mit:

Da die Hamburger Staatsanwaltschaft keine genauen Angaben zum weiteren zeitlichen Verlauf der Ermittlungen gegen Prof. Dr. Michael Krausz macht, kann der zwischen Senator Flierl und seinem designierten Staatssekretär, Professor Dr. Michael Krausz, abgesteckte Zeithorizont zur Aufklärung der Vorwürfe nicht eingehalten werden. Professor Krausz steht damit für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung.

Dazu erklärt Prof. Dr. Krausz: „Um die Handlungsfähigkeit der Senatsverwaltung nicht einzuschränken und die notwendige Besetzung der Position nicht zu behindern, möchte ich mich zurückziehen und stehe nicht mehr als Staatssekretär zur Verfügung. Dies tue ich mit großem persönlichem Bedauern, gerade auch vor dem Hintergrund der mir erwiesenen Unterstützung von verschiedenen Gremien, Fachgesellschaften und Einzelpersonen. Ich hätte gern meine Kompetenz und mein Engagement in Berlin eingebracht. Angesichts der Situation kann ich das nicht mehr tun.“

Kurz vor dem geplanten Amtsantritt von Prof. Dr. Michael Krausz als Staatssekretär für Wissenschaft in Berlin am 1. Oktober 2003 fanden sich in seinen vom Universitätsklinikum übermittelten Personalakten Hinweise darauf, dass die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen Michael Krausz verdeckte Ermittlungen führt. Auf Anfrage der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur bestätigte die Hamburger Staatsanwaltschaft die Ermittlungen. Die vom Senat beschlossene Ernennung des Staatssekretärs wurde daraufhin nicht vollzogen.

Senator Flierl geht auch weiterhin von der Unschuld und persönlichen Integrität von Prof. Dr. Krausz aus. Die gegen ihn auf der Grundlage einer bereits vor ca. drei Jahren erstatteten anonymen Anzeige erhobenen Vorwürfe waren bereits vor längerem Gegenstand einer ebenfalls anonym initiierten internen Untersuchung des Uniklinikums Eppendorf, die keine Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten ergab.

Flierl: „Ich schätze Prof. Dr. Michael Krausz auch weiterhin als fachlich herausragenden Wissenschaftler und engagierten Gesundheitspolitiker, mit dem ich gern, insbesondere bei der Fusion der Universitätsmedizin, in Berlin zusammen gearbeitet hätte. Krausz war aufgrund seiner hochschulpolitischen Erfahrungen und seiner langjährigen Tätigkeit als Wissenschaftler für die Position als Staatssekretär hervorragend geeignet. Solange jedoch die staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen nicht abgeschlossen sind, ist eine Amtsausübung nicht möglich. Ich bedaure dies sehr und rechne nach wie vor damit, dass sich die gegen Professor Krausz erhobenen Vorwürfe als gegenstandslos erweisen werden.“

Rückfragen:
Dr. Torsten Wöhlert
Telefon: 90 228 203
E-Mail: torsten.woehlert@senwfk.verwalt-berlin.de