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KURATORIUM DER HUMBOLDT-UNIVERSITÄT BESCHLIESST BEFRISTETE FORTSETZUNG DER TARIFVERHANDLUNGEN MIT DEN GEWERKSCHAFTEN

Pressemitteilung vom 23.01.2004

Auf Initiative des Wissenschaftssenators, Thomas Flierl, hat das Kuratorium der Humboldt-Universität auf seiner heutigen Sitzung den Beschluss gefasst, dass die Universitätsleitung erneut mit den Gewerkschaften Tarifverhandlungen führen soll.

Nachdem die Verhandlungen über einen Tarifvertrag der Humboldt-Universität am 16. Januar 2004 abgebrochen wurden, sah sich die Universitätsleitung zunächst gezwungen, die notwendige Reduzierung der Personalkosten durch einseitige einzelvertragliche Änderungskündigungen gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchzusetzen. Damit wären die Gewerkschaften nicht mehr länger Tarifpartner der Humboldt-Universität.

Mit dem heutigen Beschluss besteht erneut eine Chance für einen Tarifvertrag.

Flierl: „Ich appelliere an die Gewerkschaften, ihre tarifpolitischen Positionen zu überdenken. Die einzelvertragliche Ausgestaltung eines tariflosen Zustandes wäre das Ende der Tarifpartnerschaft an der Humboldt-Universität. Anwendung des Berliner Tarifabschlusses heißt auch, universitätsspezifische Lösungen zu finden. Es bleibt insbesondere unverständlich, warum die Gewerkschaften die Gelegenheit ungenutzt lassen, endlich eine Gleichstellung von Ost- und West-Beschäftigten an der Humboldt-Universität zu ermöglichen.“

Falls bis Ende Februar keine Einigung zwischen Humboldt-Universität und Gewerkschaften erreicht werden kann, wird die Universität von den jetzigen Vergütungen und Arbeitszeiten ausgehend auf einzelvertraglicher Basis die Sonderzahlungen auf 640 Euro Weihnachtsgeld für alle reduzieren und im Gegenzug den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis 2009 gewähren.

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