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PLANFESTSTELLUNGSBESCHLUSS FÜR DEN NEUBAU DER STRASSENVER-BINDUNG ZW: OBERSPREESTRASSE UND GLIENICKER WEG LIEGT VOR

Pressemitteilung vom 05.11.2004

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilt mit:

Das Land Berlin legt vom 15. bis einschließlich 29. November 2004 den Planfeststel-lungsbeschluss für den Neubau einer Straßenverbindung zwischen Oberspreestraße und Glienicker Weg – einer wichtigen kommunalen Straße – im Bezirk Treptow-Köpenick aus.

Der Beschluss kann von Montag bis Freitag in der Zeit von 9.00 bis 14.00 Uhr oder nach Vereinbarung unter Tel.-Nr. 9025-1429 oder 9025-1452 bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Dienstgebäude

Am Köllnischen Park 3 (Zugang) 4. Etage, Raum R421 (Nebengebäude Rungestraße) 10179 Berlin

eingesehen werden.

Für die 1,5 km lange Straßenverbindung, die auch zur Verkehrsentlastung der Köpenicker Altstadt dient, wurde eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt, die Be-standteil des vorliegenden Planfeststellungsbeschlusses ist. Im Planfeststellungsverfahren wurden alle Belange – u.a. die Eingriffe in Grundeigentum, in Natur und Landschaft/Stadtbild und die Auswirkungen von Lärm und Luftschadstof-fen – abgewogen. Dieses Vorhaben wird von der EU mit EFRE-Mitteln gefördert.

Genehmigt wurden:
 der Neubau einer vierstreifigen, weitgehend in Dammlage geführten Stadtstraße zwischen Oberspreestraße und Glienicker Weg als südliche Fortsetzung der fertig-gestellten Spindlersfelder Straße
 der Neubau einer Brücke über die Oberspreestraße einschließlich der südlichen Rampenanbindungen an die Oberspreestraße
 der Neubau einer Brücke über die Ottomar-Geschke-Straße ohne Straßen-anbindung
 der Neubau eines einseitigen Geh- und Radweges östlich der geplanten Straße; im Streckenabschnitt nördlich der Ottomar-Geschke-Straße als gemeinsamer Geh- und Radweg, südlich Ottomar-Geschke-Straße nur Radweg
 der Neubau eines 30 m langen Unterführungsbauwerkes für Fußgänger und Rad-fahrer zur Querung der Eisenbahnstrecke der DB AG 6126 (Saarmund – Berlin Eichgestell, Berliner Außenring) im Bereich nördlich der Glienicker Straße ungefähr bei Bahnkilometer 41,96

Als Schutzauflagen wurden festgesetzt:
 die Errichtung der erforderlichen aktiven Schallschutzmaßnahmen (Lärmschutz-wände) entlang der geplanten Straße und der Rampen
 die darüber hinaus zum Schutz der Anwohner notwendigen passiven Schallschutz-maßnahmen (i.d.R. Lärmschutzfenster)
 die erforderlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Eingriffe in Natur und Landschaft (straßen-begleitend mit Parkanlage zwischen Ottomar-Geschke-Straße und Glienicker Straße, entlang Ottomar-Geschke-Straße, Errich-tung eines Teiles des „Wildenbruchparks“, Anschluss des Wuhle-Ufergrün-zugs an die Lindenstraße, Aufwertung von drei Teilflächen des Treptower Parks)

In der Gesamtabwägung kommt die Planfeststellungsbehörde zu dem Ergebnis, dass der Neuordnung des Straßenverkehrs im Südosten Berlins große Bedeutung zukommt und dass die Konzentration vor allem auch des Güterverkehrs auf der neuen Trasse zur nicht unerheblichen Entlastung der umliegenden Wohngebiete beiträgt. Die trassenna-he Mehrbelastung durch Lärm und Luftschadstoffe kann durch die geplanten Lärm-schutzwände entlang der Straße weitestgehend kompensiert werden. Darüber hinaus verbleibende Grenzwertüberschreitungen beim Lärm werden durch passiven Lärm-schutz und Entschädigungen geregelt, während die Problematik der zeitweilig mögli-chen höheren Luftschadstoffkonzentrationen – insbesondere Feinstaub (PM10) – im Rahmen der Luftreinhalteplanung lösbar ist. Deshalb und durch die insgesamt überwie-genden positiven Effekte ist das Vorhaben zulässig.

In diesem rund 20 Monate dauernden ersten Planfeststellungsverfahren nach Berliner Straßengesetz wurde über 3500 Einwendungen (von ca. 470 Einwendern) entschieden. Der Beschluss umfasst 230 Seiten und fünf Ordner Planfeststellungsunterlagen. Der vollständige Beschlusstext und ein Übersichtsplan werden auf den Internetseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung demnächst veröffentlicht.

Rückfragen:
Manuela Damianakis
Telefon: 9012-5800
E-Mail: manuela.damianakis@senstadt.verwalt-berlin.de