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SENATORIN JUNGE – REYER ERÖFFNET AUSSTELLUNG „NEUE CHANCE FÜR 17 KIEZE – QUARTIERMANAGEMENT IN BERLIN“ UND STELLT BROSCHÜRE ZUM „QUARTIERSFOND“ VOR

Pressemitteilung vom 01.11.2004

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilt mit:

In Berlin wurden vor fünf Jahren verschiedene Stadtquartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf, die sogenannten Quartiersmanagementgebiete, festgelegt. Hierbei handelte es sich um Quartiere, in denen ein beachtlicher Anteil der Bewohner durch hohe Arbeitslosigkeit, Abhängigkeit von Sozialhilfe und zumeist niedrigem Bildungsstand perspektivlos erscheint. Im Rahmen dieses zunächst als zweijährige Testphase geplanten Projektes sollten ortspezifische und integrative Handlungsstrategien umgesetzt werden, um die Gebiete zu festigen.

Die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, präsentiert heute in einer Ausstellung unter dem Titel „Neue Chance für 17 Kieze – Quartiersmanagement in Berlin“ die Ergebnisse des Projektes.

Senatorin Junge-Reyer: „Wir haben mit der Festlegung von Quartiersmanagementgebieten, in denen Ressourcen zur Entwicklung gebündelt werden sollen, neue Handlungsstrategien entwickelt. Sie führen zu einem stärkeren Engagement der Quartiersbewohnerinnen und -bewohner und zu einer neuen Identifikation mit ihren Kiezen. So erlangen die Anwohnerinnen und Anwohner ein neues Selbstbewusstsein und übernehmen selbst Verantwortung für das Erscheinungsbild des eigenen Kiezes.“

Zugleich mit der Ausstellung wird durch Senatorin Junge-Reyer eine neue Broschüre über die Berliner Erfolgsgeschichte zur Bevölkerungsaktivierung im Rahmen des Quartiersmanagements vorgestellt: „Der Quartiersfonds – Ein Berliner Modell der Bürgerbeteiligung“. Das darin dokumentierte Pilotprojekt „Quartiersfond“ wurde im Jahre 2000 durch den Berliner Senat aufgelegt: Jedem Quartier wurde für einen Zeitraum von zwei Jahren rund eine halbe Million Euro zur eigenverantwortlichen Vergabe durch eine unabhängige, mehrheitlich durch Zufallsauswahl zusammengesetzte Anwohnerjury zur Verfügung gestellt.
Diese bereitgestellten Gelder führten zu einem neuen, bisher unbekannten lokalen Engagement vieler Menschen für ihr Wohnquartier. Es war das erste Mal, dass eine Stadtregierung die örtliche Bevölkerung direkt darüber abstimmen und entscheiden ließ, wie Mittel in ihrem Quartier eingesetzt werden.

Die Ausstellung ist bis Mitte Januar 2005 von Montag bis Freitag, 10.00 – 18.00 Uhr im Lichthof der Behrenstraße 42 in Berlin-Mitte geöffnet. Die Broschüre ist ebenfalls im Infocenter der Behrenstrasse 42 erhältlich.

Rückfragen:
Manuela Damianakis
Telefon: 9012-5800
E-Mail: manuela.damianakis@senstadt.verwalt-berlin.de