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EINBAU NEUER VERKEHRSBEEINFLUSSUNGSANLAGE AUF DER BAB A 100 BEGINNT

Pressemitteilung vom 23.01.2004

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilt mit:

Temporäre Verkehrseinschränkungen zwischen Autobahndreieck Charlottenburg und Anschlussstelle Schmargendorf

Die Berliner Stadtautobahn BAB A 100 ist eine der am stärksten belasteten Autobahnen (200.000 Fahrzeuge pro Tag) im bundesdeutschen Autobahnnetz. Schon Anfang der 80er Jahre wurde auch aus diesem Grunde auf dem Teilstück der BAB A 100 zwischen Spandauer Damm und Hohenzollerndamm eine der ersten Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA) Deutschlands als Pilotanlage in Betrieb genommen. Viele grundlegende Erkenntnisse über den Verkehrsablauf auf Autobahnen sowie die Möglichkeit der Beeinflussung des Verkehrs konnten mit dieser Verkehrsbeeinflussungsanlage über die Jahre gewonnen werden. Nun wird die Verkehrsbeeinflussungsanlage durch eine moderne Anlage bis Ende Juli 2004 ersetzt. Zum Neubau, der am 26. Januar 2004 mit der Demontage der alten Anlagenteile beginnt, sind Sperrungen einzelner Fahrstreifen (ausschließlich in den Nachtstunden) nötig.

In einem 1. Abschnitt kommt es so zwischen Montag, dem 26.1.2004 Freitag, dem 19.3.2004, jeweils montags bis freitags von 22 Uhr bis 5 Uhr zu temporären Sperrungen auf der BAB A 100 zwischen dem Autobahndreieck Charlottenburg und der Anschlussstelle Schmargendorf in beiden Fahrtrichtungen, wobei immer mindestens eine Fahrspur offen bleibt (A: Sperrung nur 1 Fahrspur bis 24.00 Uhr, B: Sperrung von 2 Fahrspuren 0.00 bis 05.00 Uhr wobei einzelne Zu- und Abfahrten über kurze Zeiträume von ca. 15. Minuten komplett gesperrt werden) . Am Tage in der Zeit zwischen 5.00 bis 22.00 Uhr werden während der gesamten Bauzeit keine Verkehrseinschränkungen vorgenommen.

Insgesamt werden 132 Anzeigegeräte mit 51 Schaltschränken durch 208 LED- und Prismen-Anzeigegeräte, 140 Messgeräte zur Verkehrsdatenerfassung, 28 Vor-Ort-Streckenstationen und einen neuen Verkehrsrechner ersetzt. Ebenfalls werden 15 km Kabel aus der Rohranlage der Autobahn durch ein ca. 10 km langes Energie- und Datenkabel ausgetauscht. Zusätzlich werden 8 Verkehrszeichenbrücken errichtet.

Durch den Ersatzbau der Verkehrsbeeinflussungsanlage werden die jährlichen Wartungs- und Instandhaltungskosten von 335.000 Euro auf 20.000 Euro deutlich verringert. Die neuen LED-Anzeigegeräten haben eine Lebensdauer von ca. 10 Jahren, sodass ein halbjährlicher Lampenwechsel, wie in der Vergangenheit, nicht mehr erforderlich ist. Die Geräte verbrauchen zudem weniger Energie. Wegen der niedrigen Ausfallrate der Geräte verlängern sich die Zeiträume, in denen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten notwendig werden.

Die Verkehrsdatenerfassung der neuen Anlage ist durch den Betrieb im 15-Sekunden-Takt und moderne Kommunikationswege wesentlich schneller als bei der alten. Alle Verkehrsdaten werden zudem über den neuen Verkehrsrechner an die Verkehrsregelungszentrale der Berliner Polizei gesendet und dort angezeigt. Auch werden diese Verkehrsdaten an Dritte wie z.B. die Verkehrsrechnerzentrale Berlin-Brandenburg, die Verkehrsmanagementzentrale / VMZ Berlin, die Landesmeldestelle und Rundfunkanstalten weiter gegeben. Damit wird verkehrsabhängige Schaltung der Anlage möglich. Das Bedienpersonal kann über eine grafische Bedienoberfläche den Anzeigezustand komfortabel anpassen, sodass auch bei Baustellen oder besonderen Verkehrssituationen wie bei Großveranstaltungen der Verkehrsablauf bedarfsgerecht gesteuert werden kann.

Die Baukosten für den Ersatzbau, der auch eine spätere Erweiterung der Anlage auf der BAB A115 zwischen Hüttenweg und Autobahndreieck Funkturm beinhaltet, betragen ca. 2.400.000 Euro für die Verkehrstechnik und 900.000 Euro für die neuen Verkehrszeichenbrücken. Der Ersatzbau wird vollständig vom Bundesministerium für Bauen, Wohnen und Verkehr finanziert.

Weitere Informationen unter: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/verkehr/beeinflussung/index.shtml

Rückfragen:
Petra Reetz
Telefon: 9012-5800
E-Mail: petra.reetz@senstadt.verwalt-berlin.de