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UNFALLGEFAHREN ZWISCHEN LKW, RADFAHRERN UND FUSSGÄNGERN MÜSSEN GEMINDERT WERDEN

Pressemitteilung vom 07.10.2004

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilt mit:

Die Unfälle, die sich auf Grund des „Toten Winkels“ ereignen, zählen zu den schwersten im Straßenverkehr. Deshalb setzt sich der Senat dafür ein, dass Lkw
und Busse mit einem zusätzlichen Außenspiegel, der den toten Winkel
reduziert, ausgerüstet werden.

Auf Initiative des Landes Berlin hat der Bundesrat die Bundesregierung aufgefordert,
die von der EU für 2007 geplante verschärfte Anforderung an das Sichtfeld aus neuen
Lastkraftwagen frühzeitiger einzuführen. Die Ausstattung mit zusätzlichen Spiegeln
soll nach Auffassung des Landes Berlin nicht nur für Fahrzeuge ab 7,5 t Gesamt-gewicht vorgeschrieben werden, sondern auch für Fahrzeuge ab 3,5 t gelten. Nicht nur Neufahrzeuge sollen damit ausgestattet werden, sondern alle bereits im Verkehr befindlichen Nutzfahrzeuge. Auch diesen beiden Berliner Forderungen hat sich die große Mehrheit der Bundesländer angeschlossen.
Zur Umsetzung in Bundesrecht muss die Bundesregierung nun den Entwurf der Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung der EU vorlegen.

Darüber hinaus hat der Senat die landeseigenen Unternehmen und Einrichtungen aufgefordert, schon vor einer rechtlich verbindlichen Regelung die entsprechenden Fahrzeuge nachzurüsten.

Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: „ Erfreulich ist die spontane Bereitschaft des Fuhr- und Speditionsgewerbes und der Fuhrparks der landeseigenen Nutzfahrzeuge, nicht erst auf gesetzliche Regelungen zu warten. Die BVG, die BSR, die BEWAG, die Fuhrparks der Bezirke und die Feuerwehr haben bereits auf freiwilliger Basis damit begonnen, ihre Fahrzeuge mit einem zusätzlichen Spiegel auszurüsten. Aber vor allem an die Fahrzeugführer möchte ich meinen Appell richten, durch besonders vorsichtiges Fahrverhalten beim Abbiegen den Vorrang von Radfahrern und Fußgängern zu respektieren. Nur durch die Kombination von technischer Ausstattung und umsichtigen Fahrverhalten kann die immer noch viel zu hohe Zahl schwerer Unfälle mit Radfahrern und Fußgängern deutlich verringert werden.“

Rückfragen:
Manuela Damianakis
Telefon: 9012-5800
E-Mail: manuela.damianakis@senstadt.verwalt-berlin.de