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Neue Sporthalle für das OSZ Bürowirtschaft II in Berlin-Lichtenberg wird übergeben

Pressemitteilung vom 11.10.2004

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilt mit:

Am heutigen Montag, dem 11. Oktober 2004, übergibt die Senatorin für Stadtentwick-lung, Ingeborg Junge-Reyer die neue Doppelsporthalle des unter Denkmalschutz ste-henden Oberstufenzentrums Bürowirtschaft II an den Senator für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Böger.

Ingeborg Junge-Reyer: “Es sind nicht nur neu gestaltete Plätze oder gar Stadtteile an denen die Menschen dieser Stadt zusammen kommen. Insbesondere für die Jugend sind Sporthallen eine wichtige Stätte der Begegnung, wo Bindungen geknüpft, Erfolge und Niederlagen gemeinsam erlebt werden. Diese neue Sporthalle wird künftig nicht nur Treffpunkt für die Schüler zweier Schulen sondern auch für viele andere Sportbegeisterte des Bezirks sein. Deshalb ist die Doppelsporthalle auch ein Gewinn für den ganzen Stadtteil.”

Klaus Böger: „Ich freue mich sehr, dass wir mit der neuen Doppelsporthalle, dem Schul- und Vereinssport eine neue Sporthalle anbieten können, die ihresgleichen in Berlin sucht. Hier öffnet sich die Schule für den Kiez und der Kiez kommt in die Schule. Und es ist eine ganz besondere Schule: Dieser von Max Taut konzipierte Schulbau gilt als größter deutscher Schulreformbau der Weimarer Republik.“

Der Neubau der 2-fach-Sporthalle mit Nebengebäuden als Umkleidebereich war wegen erheblicher baulicher Mängel der ursprünglich vorhandenen Halle erforderlich. Darüber hinaus entsprach sie nicht mehr dem heutigen geforderten Standard.

Im Rahmen eines im Dezember 2000 durchgeführten beschränkten, konkurrierenden Gutachterverfahrens wurde der Entwurf des Architektenbüros Hufnagel Pütz Rafaelian ausgewählt und zur Ausführung empfohlen. Die Realisierung der Sporthalle stand im engen funktionalen und städtebaulichen Bezug zu der unter Denkmalschutz stehenden Max-Taut-Schule.

Die Gesamtkosten für den Neubau der Sporthalle in Höhe von 3.323.500 € werden zu 80 % aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe “Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” (GA) finanziert. Die restlichen 20 % setzen sich aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Bundes- und Landesmitteln zusammen.

Die Lage und Volumengliederung der Baukörper ermöglicht die Nutzung der Sport-halle von beiden angrenzenden Schulen. Der Zugang ist von beiden Seiten möglich, so dass neben der räumlichen Zäsur eine verbindende Funktion erfüllt ist.
Die Halle hat zusätzlich einen direkten öffentlichen Zugang von der Fischerstraße.

Die Halle mit Klinkersockel und gläsernem Oberlichtband orientiert sich an der Architektur Max Tauts. Sie bezieht sich in der horizontalen Gliederung des steinern-gläsernen Volumenkörpers auf die Schichtung der gegenüberliegenden Turnhalle Tauts. Die energetisch günstige Bauweise durch die Reduktion des Außenwandanteils sowie die einfache Bauweise bei gleichzeitiger hoher Speicherkapazität der eingesetzten Wandmaterialien ermöglichen eine günstige Energiebilanz.

Beim Bau der Sporthalle kamen natürliche Baustoffe wie Backstein, Holz, Stahl und Glaselement zum Einsatz. Dabei sind die Materialien in ihren natürlichen Oberflächen be-lassen worden, aufwendige und umweltbelastende Beschichtungen waren nicht vorge-sehen. Ein weiteres Ziel der Planung war es, über die Reduktion der räumlichen Gestalt insbesondere der Außenflächen und des eingesetzten Materials ressourcenschonend und recycelfähig zu bauen. Die Energieaufwendungen können durch den Einsatz modernster Technik minimiert werden.

Alle behindertengerechten Anforderungen sind berücksichtigt worden. Eingänge und Übergänge sind ebenengleich, allge-meine WC-Anlagen sind behindertenfreundlich ausgestaltet.

Rückfragen:
Manuela Damianakis
Telefon: 9012-5800
E-Mail: manuela.damianakis@senstadt.verwalt-berlin.de