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AUSSTELLUNG ZU SCHICKSALEN HOMOSEXUELLER IN BERLIN-MITTE 1933-1945 - JUSTIZSENATORIN KARIN SCHUBERT ERÖFFNET AUSSTELLUNG IM KRIMINALGERICHT MOABIT

Pressemitteilung vom 13.01.2004

Die Senatsverwaltung für Justiz teilt mit:

Justizsenatorin Karin Schubert eröffnet morgen Abend um 19.00 Uhr im Kriminalgericht Moabit die von der Senatsverwaltung für Justiz unterstützte Ausstellung des Kulturring in Berlin e.V.

„Ich ahne nun, dass die Luft ganz dick ist“
Homosexuellenverfolgung in Berlin-Mitte 1933-1945

Justizsenatorin Karin Schubert:
„Die Gräueltaten, die Hitlers Gefolgsleute gegenüber der jüdischen Bevölkerung verübten oder auch die menschenverachtende Einstellung, die das NS-Regime gegenüber Menschen mit Behinderungen an den Tag legte, sind heute dank der intensiven Auseinandersetzungen mit der deutschen NS-Vergangenheit weitgehend bekannt. Weniger bekannt ist jedoch, das auch Homosexuelle dem Terror und den Repressalien der Nationalsozialisten ausgesetzt waren. Mit welcher Gnadenlosigkeit und welchem Hass aber auch mit welch erschreckender Effizienz das NS-Regime gegen Homosexuelle vorging und was diese erdulden mussten, wird in dieser Ausstellung besonders deutlich. Ich bin sehr froh, dass diese Ausstellung gerade hier in Räu-men der Berliner Justiz stattfindet, denn auch dadurch zeigt sich die notwendige, aktive und kritische Auseinandersetzung der Justiz mit ihrer eigenen Rolle in der Vergangenheit.
Dem Kulturring in Berlin e.V. und insbesondere Frau Meinhard danke ich für ihr Engagement, das diese Ausstellung erst ermöglicht hat.“

Die Ausstellung ist in der Zeit vom 15. Januar bis 12. März im Kriminalgericht Moabit, Turmstrasse 91, in der Zeit von 10.00 Uhr bis 15.30 (Mittwochs nur bis 15.00 Uhr und Freitags nur bis 14.00 Uhr) zu besichtigen. Wegen der besonderen Sicherheitsbedingungen im Kriminalgericht ist für den Einlass ein Personalausweis erforderlich.

Rückfragen:
Andrea Boehnke
Telefon: 9013-3633
E-Mail: pressestelle@senjust.verwalt-berlin.de