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EIGENINITIATIVE ZUM LERNEN FÖRDERN - JUSTIZSENATORIN SCHUBERT LOBT AUFRUF ZU BÜCHERSPENDEN FÜR AUSLÄNDISCHE GEFANGENE

Pressemitteilung vom 01.07.2004

Die Senatsverwaltung für Justiz teilt mit:

Justizsenatorin Karin Schubert unterstützt den Aufruf von radiomultikulti (RBB) „Ein Buch für Tegel“, mit dem unterschiedlichste Kulturvereine um eine Bücherspende für ausländische Gefangene gebeten werden.

Justizsenatorin Karin Schubert:
„Das Engagement von radiomultikulti ist wirklich vorbildlich und kann vielen Gefangenen helfen, sich auch eigenverantwortlich fortzubilden. Ich würde es besonders begrüßen, wenn viele fremdsprachige Bücher zum Selbststudium der Deutschen Sprache den Weg nach Tegel finden würden. Dort sind Gefangene aus über 64 Nationen mit überwiegend langen Haftstrafen untergebracht. Ihnen zu ermöglichen, neben den angebotenen Sprachkursen die Sprachbarriere auch aus eigener Kraft herabzusenken, bedeutet einen wichtigen Schritt zur Integration im Gefängnis aber auch für die Zeit nach der Entlassung. Auch andere fremdsprachige Bücher sind natürlich willkommen, denn gerade zu Beginn der Haftzeit haben viele Gefangene noch Schwierigkeiten mit der Deutschen Sprache und sind dankbar, zur Abwechslung gegen Langeweile lesen zu können.“

radiomultikulti startet einen Spendenaufruf ab sofort bis 11. Juli für die Aktion „Ein Buch für Tegel“. In dieser Zeit nehmen die Pförtner Bücherspenden im Haus des Rundfunks, Masurenallee 8-14 in der Zeit von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr entgegen. Der Inhalt der Bücher wird von den Fremdsprachenredaktionen überprüft. Nicht mehr originalverpackte, aber neuwertige Bücher werden genaustens überprüft und nach einer weiteren abschließenden Kontrolle in der JVA Tegel der Gefängnisbücherei zur Verfügung gestellt. In der Vollzugsanstalt Tegel befinden sich zur Zeit 1.696 Gefangene; der Ausländeranteil liegt bei 38 % aus 64 Nationen.

Rückfragen:
=Andrea Boehnke
Telefon: 030/90133633
E-Mail: pressestelle@senjust.verwalt-berlin.de