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BERLINER EINBLICKE IN DEN OFFENEN VOLLZUG: JUSTIZSENATORIN SCHUBERT BEIM TAG DER OFFENEN TÜR IN DER JVA HAKENFELDE/KISSELNALLEE

Pressemitteilung vom 02.09.2004

Die Senatsverwaltung für Justiz teilt mit:

Justizsenatorin Karin Schubert besucht die Justizvollzugsanstalt Hakenfelde/Nebenanstalt Kisselnallee zum Tag der Offenen Tür und lädt alle Berlinerinnen und Berliner ein, sich selbst ein Bild vom Inneren einer Haftanstalt des offenen Vollzuges zu machen.

Justizsenatorin Karin Schubert:
„Viele Menschen fragen sich, was hinter den Wänden einer Vollzugsanstalt wohl vor sich geht. Ein Tag der offenen Tür ist eine wunderbare Gelegenheit, sich selbst ein Bild vom modernen Strafvollzug zu machen und mit Gefangenen und Justizbediensteten zu sprechen. Ein wichtiger Schritt gegen falsche Vorstellungen, die sich zwischen ‘Wasser und Brot’ und ‘Hotelknast’ bewegen. Informieren Sie sich über die tatsächlichen Möglichkeiten, die der Strafvollzug bietet und die Anstrengungen, die zur Resozialisierung und zur Vorbereitung auf ein straffreies Leben in der Gesellschaft unternommen werden.“

Die Gärtnerei der JVA Düppel bietet verschiedene Pflanzen zum Kauf an; die Justizvollzugsanstalt für Frauen Berlin ist mit zahlreichen Handarbeitsprodukten ebenfalls vor Ort vertreten. Die Berliner Polizei informiert mit dem Anti-Gewalt-Mobil und modernen Einsatzfahrzeugen über ihre Arbeit. Auch für das leibliche Wohl ist mit Bratwurst und Kuchen und diversen Getränken gesorgt.

Die Justizvollzugsanstalt Hakenfelde/Nebenanstalt Kisselnallee ist eine Anstalt des offenen Vollzuges. In der JVA Hakenfelde sind zur Zeit insgesamt 410 Gefangene untergebracht. In der Nebenstelle Kisselnallee befinden sich 141 Gefangene. Hier werden vor allem männliche erwachsene Gefangene untergebracht, die zu einer Freiheitsstrafe von unter 2 Jahren verurteilt wurden und die sich zum Strafantritt selbst gestellt haben.

Im Strafvollzugsgesetz ist geregelt, dass Gefangene nach Möglichkeit im offenen Vollzug untergebracht werden sollen. Den Gefangenen ist es dabei möglich – nach eingehender Prüfung ihrer Eignung und häufig auch nach einer vorangegangenen Unterbringung in einer Anstalt des geschlossenen Vollzuges (z.B. Tegel und Charlottenburg) – die Anstalt für einige Stunden oder einzelne Tage zu verlassen. Schließlich besteht für besonders geeignete Personen auch die Möglichkeit, als „Freigänger“ außerhalb der Anstalt einer beruflichen Tätigkeit oder Berufs-bildungsmaßnahme nachzugehen, wobei sie abends in die Anstalt zurückzukehren haben. Durch diese Form des Vollzuges werden die Gefangenen auf ein geregeltes Leben in wirtschaftlich unabhängiger Position vorbereitet, um so einem späteren Rückfall vorzubeugen.

Rückfragen:
Andrea Boehnke
Telefon: 9013-3633
E-Mail: pressestelle@senjust.verwalt-berlin.de