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Auszüge des Verfassungschutzberichtes in türkischer Sprache erschienen

Pressemitteilung vom 22.10.2004

Die erstmalige türkische Übersetzung von Auszügen des Berliner Verfassungsschutzberichtes stellt einen Versuch dar, Berliner mit türkischem Migrationshintergrund, für die ein solch fachspezifischer Text auf deutsch nur schwer zugänglich ist, so zu informieren, dass sie sich besser an der gesellschaftlichen Diskussion über Extremismus beteiligen können. Obwohl eine zunehmende Zahl der türkischen Berliner die deutsche Sprache gut sprechen kann, erscheint es doch angesichts der Größe und Bedeutung der türkischen Bevölkerungsgruppe angemessen, den vorliegenden Bericht des Verfassungsschutzes zum Ausländerextremismus in türkischer Sprache zu veröffentlichen.

Senator Dr. Ehrhart Körting: „Wir hoffen auf ein reges Interesse der türkisch-sprachigen Bevölkerung. Diese Übersetzung soll zur Aufklärung beitragen, den Dialog über die Werte der Demokratie fördern und schließlich das Bewusstsein der türkischen Berlinerinnen und Berliner in Bezug auf die Gefährdungen unserer freiheitlichen Staatsordnung schärfen.“

Der Verfassungsschutz setzt sich zum Ziel, über Bestrebungen von Gruppierungen aufzuklären, die die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland bekämpfen. Dazu gehören auch solche Organisationen, die die Religion für ihre politischen Ziele zu missbrauchen versuchen.

Zu den wesentlichen Wertgrundlagen des demokratischen Verfassungsstaates gehören ganz maßgeblich der Pluralismus, also der Schutz der kulturellen und politischen Vielfalt im Staat, und die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Politische wie religiöse Extremisten wollen weder Vielfalt noch Gleichberechtigung und erst recht keine Toleranz für Andersdenkende. Ihr Ziel ist die Zerstörung der rechtsstaatlich gesicherten Freiheit, zu der auch die Religionsfreiheit gehört.

Die türkische Übersetzung kann per e-mail: info@verfassungsschutz-berlin.de bestellt werden und im internet unter: www.verfassungsschutz-berlin.de eingesehen werden.

Rückfragen:
Claus Guggenberger
Telefon: 9027-2730
E-Mail: pressestelle@seninn.verwalt-berlin.de