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Berliner Charta befördert Bürgerschaftliches Engagement – Ehrennadeln verliehen

Pressemitteilung vom 06.12.2004

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Aus Anlass des gestrigen Internationalen Tags der Freiwilligen erfährt das Ehrenamt heute in Berlin eine besondere Würdigung. Am Nachmittag wird im Berliner Rathaus die „Berliner Charta zum Bürgerschaftlichen Engagement“ unterzeichnet. Damit geht das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement in Berlin einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Zukunft. In der Charta sind gemeinsame Grundwerte für das Bürgerschaftliche Engagement in Berlin dargelegt. Damit schaffen sich die verschiedenen Akteure und Träger des Bürgerschaftlichen Engagements eine gemeinsame und verbindliche Grundlage für die weitere Kooperation. Initiiert wurde die Charta vom „Treffpunkt Hilfsbereitschaft“.

Nach Auffassung von Sozialsenatorin Dr. Heidi Knake-Werner unterstreiche die Charta die Bedeutung des Bürgerschaftlichen Engagements für Berlin und dokumentiere die sektorübergreifende Kooperation der verschiedenen Akteure. Sie dankt den Initiatoren, ohne deren zähe Koordinierungsarbeit dieses nicht erreicht worden wäre. Die Senatorin: „Die Charta setzt den Schlusspunkt unter ein erfolgreiches Jahr sehr intensiver ressort- und sektorübergreifender Kooperationen. Das Leitbild der Bürgergesellschaft wird mit Leben erfüllt. Die Charta für das Bürgerschaftliche Engagement wird unsere gemeinsamen Anstrengungen für mehr Bürgergesellschaft nachhaltig befördern.“

Das Augenmerk wird an diesem Tag vor allem auf die Menschen gerichtet, die sich in außergewöhnlicher Weise freiwillig engagieren und so um das Gemeinwohl verdient machen. Die Senatorin überreicht gemeinsam mit dem Beauftragten des Senats für Bürgerschaftliches Engagement Staatssekretär André Schmitz im Anschluss an die Unterzeichnung der Charta an 12 Berlinerinnen und Berliner die „Ehrennadel für besonderes soziales Engagement“.

Senatorin Dr. Knake-Werner würdigt die langjährige und aufopferungsvolle Arbeit der Ausgezeichneten, die auch die Vielfalt und Vielseitigkeit des Engagements in allen Teilen der Stadt sichtbar machen. „Unsere Gesellschaft kann auf die Hilfe und den Einsatz von Ehrenamtlichen nicht verzichten. Da ist es umso erfreulicher, dass das bürgerschaftliche Engagement in Berlin zunimmt. Die Solidarität mit anderen, oft auf Unterstützung angewiesene Menschen gehört zu einem funktionierenden Gemeinwesen und verdient höchste Anerkennung,“ so die Senatorin.

Die Ehrennadeln werden ab 16.00 Uhr im Roten Rathaus verliehen an:

1. Anita Bernhard, 52 Jahre, leitet seit 1991 eine Sozialkommission im Ortsteil Blankenfelde,

2. Erika Boose, 76 Jahre, seit 15 Jahren aktiv in der Behinderten- und Seniorenarbeit in Reinickendorf

3. Ursula Eichelberger, 69 Jahre, Chefredakteurin einer bezirklichen, ehrenamtlich gestalteten Seniorenzeitung und Gründerin des Seniorenkabaretts „Die Immergrünen“

4. Gerda Franzke, 86 Jahre, seit 1983 aktiv in einer Sozialkommission und in der Seniorenarbeit

5. Christa Fritsch, 80 Jahre, aktiv im Kampf gegen Brustkrebs, gründete 1977 die erste Selbsthilfegruppe

6. Dr. Reiner Pilz, 62 Jahre, seit 14 Jahren engagiert in der Behindertenbewegung, insbesondere auch im Bereich des Sports

7. Hildegard Scobel, 75 Jahre, tätig in verschiedenen Arbeitskreisen der Seniorenarbeit

8. Gunter Schmidt, 60 Jahre, schon seit 30 Jahren Vorsteher einer Sozialkommission und ehrenamtlich aktiv im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

9. Jean Tserkejos, 70 Jahre, seit 34 Jahren engagiert für in Berlin lebende griechische Mitbürger

10. Dr. Barbara Weichler-Wolfgramm, 58 Jahre, sehr engagiert in der medizinischen Versorgung und Betreuung Obdachloser

11. Angelika Westphal, 70 Jahre, aktiv seit 30 Jahren, arbeitet u. a. in Kirchengemeinde, langjährige ehrenamtliche Richterin beim Arbeitsgericht

12. Peter Willer, 63 Jahre, trotz Behinderung seit über 40 Jahren im ehrenamtlichen Dienst in Spandau tätig.

Sozialsenatorin Dr. Heidi Knake-Werner beglückwünscht alle Ausgezeichneten herzlich zu der Ehrung.

Rückfragen:
Regina Kneiding
Telefon: 90282743
E-Mail: pressestelle@sengsv.verwalt-berlin.de