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Berliner Landesgesundheitskonferenz konstituiert: Stärkung von Gesundheitsförderung und Prävention ist zentrale Herausforderung

Pressemitteilung vom 26.11.2004

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Heute hat die erste Berliner Landesgesundheitskonferenz unter Leitung von Gesundheitssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner ihre Arbeit aufgenommen. Damit entsteht eine Plattform, auf der sich die unterschiedlichen Akteure der Stadt zu Problemen der Gesundheitspolitik verständigen und Lösungsstrategien entwickeln. Sie hat sich das anspruchsvolle Ziel gesetzt, qualitätsgesicherte Aktivitäten zur Gesundheitsförderung und Prävention zu initiieren, zu koordinieren und zu publizieren sowie prioritäre Gesundheitsziele für Berlin zu definieren. Die Landesgesundheits-konferenz soll mindestens halbjährlich tagen.

In ihrer Eröffnungsrede formulierte die Senatorin ihre Erwartungen: „Prävention und Gesundheitsförderung haben in einer zeitgemäßen, vorausschauenden Gesundheits-politik höchste Priorität. Mit dem Präventionsgesetz des Bundes, das derzeit erarbeitet wird, sollen Gesundheitsziele, Zuständigkeiten und Fragen der Finanzierung von Maßnahmen verbindlich geregelt werden. Wir sehen das kommende Gesetz als wichtige Grundlage für die Etablierung der Gesundheitsförderung und Prävention als vierte Säule im Gesundheitswesen nach Behandlung, Rehabilitation und Pflege.

In Berlin fangen wir dabei glücklicherweise nicht bei Null an. Die Bezirke sind schon lange Träger von Maßnahmen der Prävention und der Gesundheitsförderung. Sie führen in eigener Regie oder gemeinsam mit gesetzlichen Krankenkassen und weiteren Akteuren des Gesundheitswesens – wie der Ärzteschaft, den Wohlfahrtsverbänden oder auch Sportvereinen – Maßnahmen der Prävention und der Gesundheitsförderung erfolgreich durch. Wir wollen diese vorhandenen Strukturen auch für die weitere Arbeit nutzen. Die in die Projekte und Maßnahmen fließenden Mittel müssen zukünftig aber zielgerichteter direkt in den Lebensräumen der Menschen ankommen. Darauf wird auch unser Öffentlicher Gesundheitsdienst neu ausgerichtet.

Für zielgerichtete Präventionsaktivitäten ist die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure unbedingt erforderlich. Die Berliner Landesgesundheitskonferenz wird dabei eine Steuerungsfunktion übernehmen. Bestehende Strukturen werden wir dabei einbeziehen und stärken. Die Stärkung der Verbraucher- und Patientenperspektive oder die Etablierung des Gemeindedolmetschdienstes sind Beispiele dafür, wie wir Gesundheitsförderung als umfassende Querschnittsaufgabe begreifen. Im Sinne einer gesunden Stadt, die wir ja werden wollen, und nicht nur auf dem Papier!“

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
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