Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

Fisimatenten – Veröffentlichung des Beauftragten für Integration und Migration informiert über Franzosen in Berlin und Brandenburg

Pressemitteilung vom 23.11.2004

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz – Beauftragter für Integration und Migration – teilt mit:

Kaum eine Nation ist so fest in Berlin verwurzelt, so eng mit Geschichte und Kultur der Region verbunden wie Frankreich und die Franzosen. Repräsentatives Symbol ist heute die neue französische Botschaft am Pariser Platz, die zum 40. Jahrestag des Elysée-Vertrages 2003 feierlich eröffnet wurde. Der Vertrag besiegelte 1963 die Aussöhnung zwischen Deutschen und Franzosen. Hier in Berlin ließ sich der Wandel auch an den Beziehungen zu den einstigen Besatzungstruppen ablesen, die im Westteil schon bald nach dem Krieg zur Schutzmacht geworden waren, zu der sich vielfältige persönliche Beziehungen und auch Freundschaften entwickelten.
Franzosen in Berlin, das Thema steht aber auch für ein heute wieder hochaktuelles Thema, die Integration von Zuwanderern.
Über 300 Jahre liegt die erste große Zuwanderungswelle zurück, die zahlreiche Spuren an Havel und Spree hinterlassen hat. Damals fanden Glaubensflüchtlinge aus Frankreich Zuflucht und Aufnahme im noch vom 30jährigen Krieg verwüsteten Preußen. Dank der pragmatischen preußischen Integrationsmaßnahmen siedelten sich damals viele Hugenotten in Berlin und Brandenburg an. Das „Edikt von Potsdam“ des Großen Kurfürsten steht für die erfolgreiche Integration einer größeren Zuwanderungsgruppe. Wenn heute an die vielfältigen Einflüsse der französischen Neubürger erinnert wird, die der preußischen Leitkultur ihren Stempel aufdrückten, in Sprache, Ackerbau, Wirtschaft und Musik, dann vergisst man darüber leicht: Auch die Ansiedlung der Hugenotten wurde damals von hitzigen Diskussionen, von Ängsten und Pauschalurteilen begleitet, wie wir sie auch aus der heutigen Zuwanderungsdebatte kennen. Überfremdung, mangelnde Anpassung, Konkurrenz sind einige Stichworte. Und um die Deutschkenntnisse der Zuwanderer stand es damals auch nicht zum besten.

Der Historiker Cyrill Buffet hat auf weit über 100 Seiten die Geschichte der Franzosen in Berlin und Brandenburg und den französischen Einfluss nachgezeichnet. Erschienen ist das Heft – es handelt sich um die bereits 3. überarbeitete und aktualisierte Auflage- in der Veröffentlichungsreihe, die Berlins Beauftragter für Integration und Migration, Günter Piening, herausgibt.
Und wie der Titel schon andeutet, um die französische Sprache, die bei zahlreichen Wendungen des Berliner Wortschatzes Pate stand, geht es dabei auch.
Die zweisprachige deutsch-französische Arbeit gibt einen breiten Überblick über die breite französische Präsenz in Wirtschaft und Kultur des heutigen Berlins, nennt viele Adressen und Anlaufstellen.

Fisimatenten – Franzosen in Berlin und Brandenburg / Les Français à Berlin et en Brandebourg ist gegen eine Schutzgebühr von 2,— € je Exemplar erhältlich beim:

Beauftragten des Senats für Integration und Migration
Potsdamer Straße 65
10785 Berlin
E-Mail: Integrationsbeauftragter@auslb.verwalt-berlin.de
Tel.: (030) 9017 2351
Fax: (030) 262 54 07

Rückfragen:
John Röhe
Telefon: 9017 2357
E-Mail: integrationsbeauftragter@auslb.verwalt-berlin.de