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BARMER fördert Berliner Selbsthilfebewegung

Pressemitteilung vom 17.11.2004

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz und die BARMER Ersatzkasse teilen mit:

151 Berliner Gruppen, Organisationen und Kontaktstellen der Selbsthilfe sowie 15 in Berlin ansässige Bundesorganisationen erhalten heute aus der Hand des Landesgeschäftsführers der BARMER Berlin / Brandenburg, Hermann Schmitt, Schecks zur Unterstützung ihrer Arbeit. Die Gruppen nutzen diese Veranstaltung gleichzeitig, um ihre neuesten Projekte vorzustellen.

Deutschlands größte Krankenkasse hilft diesen Gruppen in diesem Jahr mit ca. 173.500 Euro. „Die Förderung der Selbsthilfe ist ein zutiefst humanistisches Anliegen, dem sich die BARMER nicht erst seit heute verschrieben hat. Führt man sich vor Augen, dass in unserem Land etwa 3 Millionen Menschen in 70.000 Selbsthilfegruppen engagiert sind, so wird deutlich, dass es sich hier nicht um Randgruppenarbeit handelt, sondern um ein weites Feld, das zunehmend besser und intensiver bestellt werden kann und muss. Der Gesetzgeber hat dafür die erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen. Mit der Neufassung des § 20 Abs. 4 SGB V im Jahr 2000 wurde eine deutliche Stärkung der Selbsthilfe beabsichtigt. Aus der bisherigen Ermessensleistung ist für die gesetzlichen Krankenkassen eine Sollvorschrift mit stark verpflichtendem Charakter geworden. Selbsthilfe wird dann gefördert, wenn sie die Prävention oder die Rehabilitation der Menschen bei bestimmten Erkrankungen zum Ziel hat. Damit stellt die Selbsthilfe eine sinnvolle und notwendige Ergänzung der professionellen Gesundheitsversorgung dar”, so der BARMER-Geschäftsführer.

Die feierliche Scheckübergabe findet im Beisein der Berliner Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, Dr. Heidi Knake-Werner, statt. Die Senatorin dankt der BARMER für deren Engagement zur Förderung der Selbsthilfebewegung. „Berlin gilt mit seinen Tausenden Initiativen und Selbsthilfegruppen als Hauptstadt der Selbsthilfe. Sie ist in unserer Stadt zu einem unentbehrlichen Bestandteil der sozialen und gesundheit-lichen Versorgung geworden. Die Selbsthilfegruppen im Gesundheitsbereich widmen sich neben der Bewältigung von krankheitsbedingten und krankheitsauslösenden Lebenssituationen auch der Gesundheitsvorsorge. Sie stärken das eigenverantwortliche Handeln der Bürgerinnen und Bürger, eine Voraussetzung der Prävention. Die Selbsthilfegruppen geben uns Anregungen und Impulse, unsere Lebensgewohnheiten zu hinterfragen und zu ändern, aber auch Probleme in der Versorgung zu erkennen. Die Selbsthilfe braucht auch in Zukunft unsere aktive Unterstützung.“

Rückfragen:
Regina Kneiding
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