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Vorsicht bei „Grünling“- Pilzen

Pressemitteilung vom 05.11.2004

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Herbstzeit ist Pilzzeit. Dann werden auch Pilze gesammelt oder gekauft, die zwar als essbar gelten, aber durchaus gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen können. Zu diesen Pilzen gehört der Grünling, der bei uns zu den wild wachsenden Speisepilzen zählt. Er wird jetzt wieder vermehrt auch auf Berliner Märkten angeboten.

Im Jahr 2001 sind nach dem Verzehr von Grünlingen einige schwere Erkrankungsfälle bekannt geworden. Nach den damaligen Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass diese Erkrankungen dann auftraten, wenn größere Mengen dieses Pilzes gegessen worden waren. Forschungsergebnisse hatten darauf hingedeutet, dass der Pilz bei bestimmten empfindlichen Menschen eine gefährliche Muskelerkrankung (Rhabdomyolyse) auslösen kann. Symptome dieser Erkrankung sind Muskelschmerzen, Muskelschwäche und Müdigkeit. Die Krankheit kann bei weiterem Fortschreiten sogar zum Tod führen.

In Deutschland sind Todesfälle nach dem Verzehr von Grünling-Pilzen bislang nicht bekannt. Dennoch empfehlen wir aus vorsorglichem Gesundheitsschutz, Grünlinge nicht zu essen. Bis zur endgültigen Klärung der Giftigkeit dieses Pilzes sollten Verbraucherinnen und Verbraucher diesen Pilz grundsätzlich vom Speiseplan streichen.

Der Grünling wächst auf Sandböden in Laub und Nadelwäldern. Er bevorzugt die Nähe von Kiefern. Sein Hut ist von gelb-grünlicher bis rötlich-brauner Farbe. Die Lamellen sind gelb, das Fleisch des Grünlings ist gelblich-weiß und fest. Pilzberatungsstellen bestimmen den Pilz sicher.

Bei geringstem Verdacht auf eine Pilzvergiftung bzw. bei gesundheitlichen Beschwerden nach einer Pilzmahlzeit sollte in jedem Fall – unabhängig von der verzehrten Sorte – ein Arzt aufgesucht werden.

Rückfragen:
Regina Kneiding
Telefon: 90282743
E-Mail: pressestelle@sengsv.verwalt-berlin.de