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Hohe Ehrung für Berliner Behindertenbeauftragten

Pressemitteilung vom 03.11.2004

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen für Menschen mit und ohne Behinderung – für dieses Ziel setzt sich Martin Marquard seit mehr als 20 Jahren vehement und beharrlich ein. Im Jahr 2000 wurde er vom Senat zum Berliner Landesbeauftragten für Behinderte berufen. Damit war Martin Marquard der erste Landesbeauftragte für Behinderte nicht nur der Hauptstadt, sondern auch bundesweit.

Wegen seines großen und langjährigen Engagements für die Belange von Menschen mit Behinderungen erhält Martin Marquard heute um 14.00 Uhr im Berliner Rathaus von der Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Senatorin gratuliert Martin Marquard sehr herzlich zu der hohen Auszeichnung und würdigt in ihrer Laudatio seine besonderen Verdienste im Kampf für die Gleichberechtigung von Menschen mit und ohne Behinderung.

Die Senatorin betont: „Seit Jahrzehnten widmet sich Martin Marquard in herausragender Weise den Belangen behinderter Menschen. Obgleich selbst schwer an Rheuma erkrankt und zur vorzeitigen Pensionierung als Lehrer gezwungen – hat er seit den 80iger Jahren in zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen seine ganze Kraft dem Abbau von Diskriminierungen und Barrieren gewidmet, mit denen Menschen mit Behinderungen konfrontiert sind. Als aktives Mitglied im Berliner Behindertenverband hatte er erfolgreich dazu beigetragen, dass die Behindertenverbände Ost und West nach der Wende zusammenwachsen. Martin Marquard war zudem maßgeblich an der Ausarbeitung der Leitlinien für den Ausbau Berlins als behindertengerechte Stadt beteiligt. Seit er der erste berufene Beauftragte für Menschen mit Behinderungen ist, wirkt er seinem gesetzlichen Auftrag entsprechend eindrücklich darauf hin, dass das Land seiner Verpflichtung nachkommt, in allen gesellschaftlichen Bereichen für gleichwertige Lebensbedingungen von Menschen mit und ohne Behinderung zu sorgen. Dabei ringt er nicht nur gegen bauliche und verkehrstechnische Barrieren, der Landesbeauftragte versteht sein aktives Wirken selbst auch als Kampf gegen Barrieren in den Köpfen vieler Menschen. Berlin braucht Martin Marquard auch künftig als streitbaren Verfechter für mehr Bürger- und Menschenrechte.“

Die Senatorin dankt dem gerade 60 Jahre alt gewordenen Martin Marquard für sein Engagement und wünscht ihm für die weitere gemeinsame Arbeit bei der Ausgestaltung einer erfolgreichen Behindertenpolitik in Berlin viel Kraft.

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Regina Kneiding
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