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Senatorin Knake-Werner: Bedürfnissen älterer Migrantinnen und Migranten stärker Rechnung tragen

Pressemitteilung vom 27.10.2004

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Der Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner ist die angemessene Versorgung der älteren Migrantinnen und Migranten ein wichtiges Anliegen. Deshalb unterstützt sie die Bemühungen viele Akteure der Altenhilfe bei der Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zur interkulturellen Öffnung der sozialen Dienste und Einrichtungen. Dies bekräftigt die Senatorin auf dem 2. Symposium des Arbeitskreises der Berliner Koordinierungsstellen Rund ums Alter, das sie morgen um 9.00 Uhr im Senioren-Domizil „Am Alexanderplatz” in der Magazinstraße 6/7 eröffnet.

Die Koordinierungsstellen stellen zu diesem 2. Symposium die Situation der älteren Migrantinnen und Migranten in den Mittelpunkt ihrer Fachtagung. Die Senatorin erklärt in ihrem Grußwort zur Eröffnung der Tagung: „Der Arbeitskreis der Koordinierungsstellen lenkt mit diesem Symposium die Aufmerksamkeit auf einen wichtigen Aspekt der demografischen Entwicklung: Die Bevölkerungsprognose für Berlin sagt voraus, dass sich bis zum Jahr 2010 die Zahl der in Berlin lebenden Migrantinnen und Migranten über 65 Jahre auf 28.700 verdoppeln wird. Diese große Bevölkerungsgruppe ist vorzeitigen Altersrisiken in besonderem Maße ausgesetzt und wird daher zunehmend auf die Dienste der ambulanten Pflegeeinrichtungen, der offenen und stationären Altenhilfe sowie auf die Informations- und Beratungsinfrastruktur angewiesen sein. Wir müssen den hier lebenden älteren Menschen ausländischer Herkunft die Teilhabe an den sozialen und gesundheitlichen Angeboten ermöglichen.

Ich begrüße es, dass die Koordinierungsstellen in ihrer Arbeit die älteren Menschen mit Migrationshintergrund verstärkt in den Blick rücken und die interkulturelle Öffnung in der Altenhilfe unterstützen. Den Koordinungsstellen kommt als Lotsen im System der Altenhilfe in Berlin besondere Bedeutung bei der Versorgung älterer Migrantinnen und Migranten zu. Hierbei ist wichtig, so lange es die sprachliche Verständigung erlaubt, die individuellen Werte, die soziokulturellen und religiösen Prägungen und Bedürfnisse der Menschen zu berücksichtigen. Wie die Thematik dieses 2. Symposiums zeigt, stellen sich die Koordinierungsstellen rechtzeitig auf die notwendigen Strukturveränderungen in der Altenhilfe in Berlin ein,“ erklärt Senatorin Knake-Werner.

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