Coronavirus in Berlin

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NEUE BESTIMMUNGEN FÜR DAS REISEN MIT HEIMTIEREN SEIT DEM 1. OKTOBER 2004

Pressemitteilung vom 15.10.2004

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz rät Urlaubern eindringlich davon ab, herrenlose streunende Hunde oder Katzen bzw. auf Märkten erworbene Tiere mit nach Deutschland zu bringen. Hintergrund sind die seit dem 1. Oktober 2004 zum Schutz vor der Einschleppung und Verbreitung der Tollwut geltenden verschärften Regelungen für die Mitnahme bestimmter Heimtiere (Hunde, Katzen, Frettchen).

Bei Reisen ins Ausland müssen die Tiere
- mit einem Mikrochip oder – übergangsweise bis 2. Juli 2011 – mit einer lesbaren Tätowierung gekennzeichnet sein,
- eine gültige Tollwutschutzimpfung haben und
- von einem EU-Heimtierausweis oder übergangsweise von dem bisherigen Impfausweis begleitet sein, in dem die Mikrochipnummer oder die Tätowierung sowie die Tollwutschutzimpfung eingetragen sind.

Für Reisen in bestimmte Drittländer muss bereits vor der Ausreise aus Deutschland zusätzlich ein Tollwutantikörpertest in einem EU-zugelassenen Labor durchgeführt werden. Diese neuen Reisebestimmungen gelten grundsätzlich auch für die Mitnahme von Tieren aus Urlaubsländern (Strandhunde/Hotelkatzen) nach Deutschland. Darüber hinaus ist für diese Tiere ein amtliches Gesundheitsattest mitzuführen. Angesichts der erforderlichen Blutuntersuchung, die mindestens drei Monate vor der Einreise nach Deutschland durchgeführt worden sein muss, ist eine spontane Mitnahme von Tieren aus dem Urlaubsland praktisch nicht mehr möglich.

Tiere, die jünger als sieben Monate sind, dürfen grundsätzlich nicht eingeführt werden, da sie die vorgeschriebenen Einreisebedingungen nicht erfüllen.

Bei Nichterfüllung dieser Anforderungen werden die Tiere auf Kosten des Einführers in das Herkunftsland zurückgesendet. In Einzelfällen – bei Vorliegen eines entsprechenden Krankheitsverdachts – kann sogar die Tötung angeordnet werden!

Es wird deshalb dringend empfohlen, sich vor Reiseantritt ausreichend über die geltenden Bestimmungen zu informieren. Auskünfte geben die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz (Telefon: 030/9028 1643) und die Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsämter der Bezirke.
Detaillierte Informationen finden sich auch auf der Webseite des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft ([[http://www.verbraucherministerium.de|www.verbraucherministerium.de, Tiergesundheit, Reisen mit Haustieren]]).

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
Telefon: 9028-2743
E-Mail: pressestelle@sengsv.verwalt-berlin.de