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VERBRAUCHERHINWEIS ZUM SORGSAMEN UMGANG MIT BABYNAHRUNG

Pressemitteilung vom 12.07.2004

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Gerade in den Sommermonaten haben Bakterien Hochkonjuktur – eine erhöhte Sorgfalt ist geboten. Bakterien wie zum Beispiel Enterobacter sakazakii können auch in Trockenmilchprodukten nicht restlos ausgeschlossen werden. Sie vermehren sich besonders gut bei Raumtemperatur und können in seltenen Fällen bei Säuglingen Erkrankungen verursachen wie Meningitis, Sepsis oder nekrotisierende Enterocolitis (lebensbedrohliche Erkrankung des Magen-Darm-Traktes bei Früh- und Neugeborenen). Die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner appelliert deshalb an die Eltern, bei der Lagerung und bei der Zubereitung von Babynahrung im Haushalt – insbesondere bei Trockenmilchprodukten für Säuglinge – ganz besonders sorgfältig zu sein.

Trockenmilchprodukte sind von Natur aus nicht steril. Obwohl an die Herstellung von Babynahrung höchste Anforderungen gestellt werden und die Erzeugnisse von den Herstellern regelmäßig untersucht werden, muss auch im Haushalt besonders bei Babynahrung darauf geachtet werden, dass sich vorhandene Keime möglichst nicht vermehren können. Jeder kann im Haushalt durch einfache Vorsichtsmaßnahmen zu mehr Sicherheit beitragen. Bei der Zubereitung von Trockenmilchprodukten sind die Anweisungen der Hersteller strikt zu beachten.

Dabei gilt vor allem: nur kochendes Wasser verwenden; sofort auf Trinktemperatur abkühlen und füttern; nur die Menge frisch herstellen, die für die jeweilige Mahlzeit benötigt wird, also keinen Tagesvorrat zubereiten; Warmhaltezeiten vermeiden.

An die Herstellung von Säuglingsnahrung werden in Deutschland rechtlich strenge mikrobiologische Anforderungen gestellt. Die Diätverordnung sieht für das Vorhandensein von Keimen in Lebensmitteln für Säuglinge – auch Enterobacter sakazakii – sehr niedrige Grenzwerte vor. Die Einhaltung der Grenzwerte ist im Rahmen der betrieblichen Eigenkontrollen Aufgabe der Hersteller und wird von der amtlichen Lebensmittelüberwachung stichprobenartig überprüft.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
Telefon: 9028-2743
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