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LAMPENÖLE, GRILLANZÜNDER UND PETROLEUM FÜR KINDER TABU

Pressemitteilung vom 14.09.2004

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen mit Lampenölen, Grillanzündern und Petroleum. Gerade für Kinder bergen diese Flüssigkeiten tödliche Gefahren. Schon das Saugen am Docht kann schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen. Insbesondere Kleinkinder sollten daher grundsätzlich von diesen gefährlichen Substanzen ferngehalten werden.

Duftende und gefärbte Lampenöle sind seit 1999 verboten. Doch auf dem Markt sind noch immer ungefärbte Lampenöle, die den Warnhinweis R 65 tragen „Kann beim Verschlucken Lungenschäden auslösen“. In diesem Sommer sind tödliche Unfälle von Kindern bekannt geworden, die durch das Verschlucken ungefärbter Lampenöle verursacht wurden.

Um Verbraucherinnen und Verbraucher, insbesondere Kleinkinder, vor den gefährlichen Eigenschaften der mit R 65 zu kennzeichnenden gefährlichen Flüssigkeiten zu schützen, reicht das bisherige Verbot der Abgabe gefärbter oder parfümierter Lampenöle an den privaten Endverbraucher nicht aus. Daher hat die Bundesregierung jetzt die EG-Kommission gebeten, schnellstmöglich das bestehende Verkaufsverbot auf ungefärbte/unparfümierte Lampenöle, Grillanzünder und Petroleum zu erweitern.

Wir weisen darauf hin, dass bereits seit geraumer Zeit Ersatzstoffe zur Verfügung stehen. Diese Ersatzstoffe sind zumeist auf Rapsölbasis hergestellt und verursachen daher bei einem versehentlichen Verschlucken keine gravierenden gesundheitlichen Schäden. Lampenöle, die mit dem Gefahrenhinweis R 65 versehen sind, sollten grundsätzlich nicht gekauft werden.

Weitere Informationen beim
Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit,
Alt Friedrichsfelde 60 in 10315 Berlin, im Internet unter:
[[http://www.berlin.de/lagetsi/Themen/17675.html|www.berlin.de/lagetsi/Themen/17675.html]]

Rückfragen:
Regina Kneiding
Telefon: 9028-2853
E-Mail: regina.kneiding@sengsv.verwalt-berlin.de