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Twinning-Projekt in Warschau zur Unterstützung der polnischen Drogenpolitik ist gestartet

Pressemitteilung vom 23.09.2004

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Das Twinning-Programm hat die Aufgabe, Beitrittskandidaten und neue Mitglieder der EU beim Aufbau ihrer Strukturen zu unterstützen. In dem Drogenprojekt, das unter der Leitung Berlins in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung durchgeführt wird, werden Fachleute aus der Verwaltung, Wissenschaft und Praxis nun ein Jahr lang in Polen eingesetzt und in den unterschiedlichsten Feldern ar-beiten. Das Programm wird von der Europäischen Union finanziell gefördert.

Partner auf polnischer Seite ist das Gesundheitsministerium, Abt. Sucht und Drogen, mit der polnischen Drogenbeobachtungsstelle. Darüber hinaus werden viele Fachleute aus Verwaltungen, Polizei, Drogen- und Suchthilfe in den Regionen und Kommunen Polens beteiligt sein.

Das Projekt hat zum Ziel, die polnische Drogenpolitik in einigen zentralen Bereichen an die EU-Standards anzupassen, z. B.
· Unterstützung für das polnische Gesundheitsministerium, die Regionen und Kommunen beim Aufbau Kooperationen und Drogenhilfenetzwerken
· Unterstützung beim Aufbau der polnischen Drogenbeobachtungsstelle
· Vermittlung von Forschungsmethoden
· Neue Ansätze der Prävention und Hilfeangebote im Sucht- und Drogenbereich

Für die organisatorische Durchführung des Projekts wurde die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) gewonnen.

Twinning heißt: Know-how wird im Rahmen von Verwaltungspartnerschaften praktisch weitergegeben, Kontakte werden hergestellt und sind die Basis für künftige gute Zu-sammenarbeit. Deswegen sind die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin in vielen Bereichen in Twinning-Projekten aktiv.

Berlins Gesundheitssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner: „Ich freue mich, dass wir vom polnischen Gesundheitsministerium für dieses Drogenprojekt ausgewählt wurden und ich bin überzeugt, dass im Sinne eines Zusammenwachsens von `alten` und `neuen` Mitgliedsstaaten der EU und einer neuartigen Kooperation uns auch diese Arbeit einen großen Schritt voranbringen wird.“

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit und So-ziale Sicherung und Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marion Caspers-Merk be-grüßte das Engagement Berlins im Twinning Projekt Polen. „Als Nachbarland hat Polen für uns eine ganz besondere Bedeutung, und ich hoffe, dass das Twinning-Projekt dazu beitragen wird, die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern dauerhaft zu vertiefen.“

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Projektleiterin Frau Wojak in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, Tel: (030) 9028 1728.

Rückfragen:
Regina Kneiding
Telefon: 90282743
E-Mail: Regina.Kneiding@sengsv.verwalt-berlin.de