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SEMINARREIHE AN DER LANDESZENTRALE FÜR POLITISCHE BILDUNGSARBEIT WENDET SICH AN VERTRETER/INNEN VON MIGRANTENORGANISATIONEN

Pressemitteilung vom 27.09.2004

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz – Beauftragter für Integration und Migration – teilt mit:

Am Dienstag, dem 28.9.2004 beginnt eine 8-teilige Seminarreihe zu „Demokratie und Teilhabe in der Einwanderungsstadt Berlin“, gemeinsam organisiert durch den Beauftragten für Integration und Migration, die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und den Migrationsrat Berlin-Brandenburg. Ziel der Fortbildungsveranstaltungen ist es, Berlins Bevölkerung mit Migrationshintergrund stärker am umfangreichen Qualifizierungsprogramm der Landeszentrale zu beteiligen. Dazu erklärte der Integrations- und Migrationsbeauftragte Günter Piening:

„Obwohl unsere Gesellschaft immer stärker von Migrantinnen und Migranten geprägt und mitgestaltet wird, sind ihre Belange auf politisch-administrativer Ebene weiterhin nur unzureichend repräsentiert. Die Staatsangehörigkeit schließt die meisten von direkter politischer Beteiligung aus.
Wie lässt sich die interkulturelle Öffnung von Politik, Wirtschaft und Verwaltung voranbringen? Entscheidend dafür ist auch, dass Migrantinnen und Migranten ihre Interessen und Anliegen besser in die gesellschaftlichen Entscheidungsprozesse einbringen. Lobbyarbeit und Interessenvertretung erfolgt auf diesem Gebiet immer noch weitgehend über Vereine der Migrantinnen und Migranten. Diese sind zum überwiegenden Teil nach Nationalitäten oder Herkunftsland orientiert, weniger auf die aktive Teilhabe in unserer Gesellschaft.
Wichtig, ja unerlässlich für die Stärkung der Rolle der Migrantenorganisationen und eine wirkungsvolle Interessenwahrnehmung ist eine umfassende Qualifizierung ihrer Vertreterinnen und Vertreter. ‚Migrantenvereine managen – Interessen vertreten’ ist folgerichtig das Thema der ersten von zunächst acht Fortbildungsveranstaltungen in der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit an.
Ich bin froh, so Günter Piening weiter, dass sich der Migrationsrat Berlin-Brandenburg u.a. mit kompetenten Referent/innen an diesen Seminaren beteiligt. Schließlich ist es ein wichtiges Anliegen dieses Dachverbands, in dem über 50 Einzelorganisationen vertreten sind, Partikularinteressen zu bündeln und Menschen mit Migrationshintergrund stärkeres Gewicht in der Gesellschaft zu geben. Fragen von Integration und Zuwanderung sind schließlich keine ‚Probleme von Ausländern’, sie gehen uns alle an.“

Die Themen der weiteren Veranstaltungen bis April 2005 sind:

- Finanzierung von Vereinsarbeit
- Öffentlichkeitsarbeit mit Konzept
- Partizipation von Migrantinnen und Migranten in Gremien
- Migrantinnen und Migranten – Partnerschaft im Bezirk
- Interkulturelle Öffnung der Verwaltung – interkulturelle Kompetenz der Migrantenvereine
- Demokratische Konfliktlösung in der Vereinsarbeit stärken
- Grundrechte und Beratungspraxis

Rückfragen:
John Röhe
Telefon: 9017-2357
E-Mail: john.roehe@auslb.verwalt-berlin.de