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Senatorin Knake-Werner fordert zum Weltaltentag eine gleichwertige Behandlung von Migrantinnen und Migranten in der Altenhilfe

Pressemitteilung vom 01.10.2004

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Anlässlich des heutigen Weltaltentags hat ein von den Wohlfahrtsverbänden getragener Arbeitskreis die bundesweite „Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe“ gestartet. Die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi
Knake-Werner begrüßt diese Kampagne, die zum Ziel hat, älteren Menschen verschiedener Kulturen dabei zu helfen, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen und bei Bedarf Leistungen der Altenhilfe in Anspruch zu nehmen.

Bei der Auftaktveranstaltung im DRK-Generalsekretariat in Berlin-Lichterfelde erklärte die Senatorin, die Kampagne werde dazu beitragen, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft entsprechend ihren individuellen Werten, soziokulturellen und religiösen Prägungen und Bedürfnissen in den Einrichtungen der Altenhilfe besser als bisher versorgt und betreut werden. „Wir sind noch weit davon entfernt, dass alle Angebote in der Altenhilfe auch Menschen mit Migrationshintergrund offen stehen, geschweige denn, dass den kulturellen Besonderheiten Rechnung getragen wird. Dies ist bis heute eines unserer größten Defizite im Altenhilfesystem, obgleich unsere Gesellschaft immer differenzierter und kulturell vielgestaltiger wird. Wir brauchen eine gleichwertige Behandlung der Menschen, unabhängig von deren kulturellem Hintergrund, bei der die Bedürfnisse des Einzelnen im Mittelpunkt stehen.

Die Chancen einer interkulturellen Öffnung der Altenhilfe müssen als Teil einer umfassenderen Modernisierung der Altenhilfe und als Bereicherung der bestehenden Strukturen begriffen werden. Ich bin dem Arbeitskreis sehr dankbar für diese Initiative, die in dem `Memorandum für eine kultursensible Altenhilfe` vor zwei Jahren ihren Anfang nahm und die inzwischen den Kommunikationsprozess zwischen der Verwaltung, den Verbänden, den Einrichtungen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pflegepraxis sowie Einheimischen und Zugewanderten ein Stück vorangebracht hat,“ so Senatorin Dr. Knake-Werner.

Rückfragen:
Rowitha Steinbrenner
Telefon: 90282743
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