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Senatorin Knake-Werner begrüßt „MUT zur Nachbarschaft“ mit Obdachlosen

Pressemitteilung vom 07.10.2004

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Heute eröffnet die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner in Berlin-Lichtenberg die neue Tagesstätte für Obdachlose „MUT zur Nachbarschaft“. Der Name ist Programm. In dem Haus in der Weitlingstraße werden obdachlosen Menschen neben der Versorgung mit dem Lebensnotwendigen umfassende Hilfen angeboten, damit sie den Kreislauf von Armut, Krankheit und Wohnungslosigkeit durchbrechen können. Dazu finden die Bedürftigen unter einem Dach ein vielfältiges Betreuungsangebot, zu dem u. a. Werkstätten, Waschsalons, sozialpädagogische und psychosoziale Betreuung sowie ein Computer-Kabinett gehören.

Die Senatorin: „Nach 10 Jahren überaus erfolgreicher Arbeit für Obdachlose als Kombination von medizinischer Grundversorgung, sozialer Beratung und Primärversorgung bietet die MUT Gesellschaft für Gesundheit mbH jetzt ein neues, erweitertes Konzept für eine umfassende Versorgung unter einem Dach an – die Tagesstätte für Obdachlose. Hier wird in Zukunft in individueller Herangehensweise versucht, in persönlichen Gesprächen mit den Betroffenen deren Neigungen und Kenntnisse zu ermitteln, die persönliche Situation zu klären und individuelle Möglichkeiten zur Hilfe auszuloten. Dahinter steht die beispielgebende Idee, die Kompetenzen der Betroffenen zu aktivieren und zu mobilisieren, um sie in die Lage zu versetzen, den eigenen Alltag wieder selbstverantwortlich zu bewältigen.

Wohlfahrtsverbände schätzen, dass in Berlin rund 2.000 bis 4.000 Menschen auf der Straße leben. Für viele von ihnen wird diese Tagesstätte eine feste Adresse werden. Hier kann ihnen geholfen werden, eine Brücke zu bauen zurück in ein normales Leben. Hier bekommen sie konkrete Unterstützung und Anregung, wieder selbst zu handeln.

Bis dieses einzigartige Projekt schließlich aus Fördermitteln der Europäischen Union im Rahmen des Programms URBAN und aus Mitteln des Bezirks entstehen konnte, musste ein weiter Weg gegangen werden. Ich bin sicher, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Einrichtung ihre ganze Kompetenz einbringen und mit großem Engagement alles tun werden, damit die Menschen, die hierher kommen, wieder zurück in die Mitte unserer Gesellschaft finden,“ erklärt Senatorin Knake-Werner.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
Telefon: 90282743
E-Mail: Roswitha.Steinbrenner@sengsv.verwalt-berlin.de