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ELECTRABEL UND LICHTBLICK WERDEN STROMLIEFERANTEN DES LANDES BERLIN

Pressemitteilung vom 22.04.2004

Die Senatsverwaltung für Finanzen teilt mit:

Das Land Berlin hat nach europaweiter Ausschreibung seine Stromlieferanten für die Jahre 2005 und 2006 ausgewählt. Vergeben wurden acht einzelne Lose an den jeweils günstigsten Anbieter. Bei fünf Losen erhielt die Electrabel Deutschland AG den Zuschlag, bei drei Losen die Lichtblick – die Zukunft der Energie GmbH.

Insgesamt hatten auf die Ausschreibung 21 Interessenten reagiert, zehn haben Angebote abgegeben. Dabei war es verpflichtende Bedingung, dass kein Strom aus Kernkraftwerken geliefert und die Herkunft des Stroms offengelegt wird. Weitere ökologische Kriterien wurden in Form von Nebenangeboten abgefragt.

Im Ergebnis wird die Stromlieferung an das Land Berlin in den nächsten beiden Jahren hohen Ansprüchen an die Umweltverträglichkeit der Stromerzeugung gerecht. Der Ökostrom-Anbieter Lichtblick liefert an Berlin 100% regenerativ erzeugten Strom aus Wasserkraftwerken, die Einhaltung dieser Zusage wird vom TÜV überprüft und zertifiziert. Der Anbieter Electrabel wird 300 Gigawattstunden pro Jahr aus gasgefeuerten KWK-Anlagen der Kraftwerksgesellschaft Gera liefern und die restliche Menge auf dem Großhandelsmarkt zukaufen. Die Lieferung von Atomstrom ist dabei ausgeschlossen.

Electrabel Deutschland (www.electrabel.de) ist eine Tochter der belgischen E-lectra-bel s.a.. Diese gehört zum Suez-Konzern und zählt mit über 14.000 Mitarbeitern zu den größten Energieversorgungsunternehmen Europas. Lichtblick – die Zukunft der Energie GmbH (www.lichtblick.de) ist ein 1998 gegründetes Unternehmen mit Sitz in Hamburg und nach eigenen Angaben der größte unabhängige Ökostromversorger in Deutschland.
Das Land Berlin bezieht für seine Einrichtungen insgesamt über 900 Gigawattstunden Strom jährlich. Trotz der Auswahl der günstigsten Anbieter wird der Preis dafür im Vergleich zu den bisherigen Lieferkonditionen steigen, weil die Strompreise insgesamt stark angezogen haben. Im Jahr 2005 werden die Stromkosten bei voraussichtlich 101 Mio. € liegen, im Vergleich zu 92 Mio. € im Jahr 2004.

Rückfragen:
Matthias Kolbeck
Telefon: 90 20 – 41 72
E-Mail: pressestelle@senfin.verwalt-berlin.de