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Geschichte der Berliner Mauer in Text und Bild - Neu im Angebot der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Pressemitteilung vom 16.12.2004

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Über 28 Jahre lang teilte die Mauer Berlin auf einer Länge von 43,1 Kilometern – von 1961 bis 1989. Mit einem Riesenaufwand an Material, Personal und Geld hatte die kommunistische Führung sich 1961 genötigt gesehen, den Menschen in Ost-Berlin und in der DDR den Weg nach West-Berlin zu verlegen. Jeder Fluchtversuch war fortan mit einem tödlichen Risiko behaftet. Mehr als 200 Menschen bezahlten den Versuch mit ihrem Leben.

Heute, 15 Jahre nach dem Mauerfall und kurz vor dem 15. Jahrestag der deutschen Einheit, ist vielen immer weniger bekannt, wie das tödliche Grenzregime im einzelnen funktionierte und wie es das Leben der Stadt prägte, warum die Mauer überhaupt entstand, wie sie schrittweise ausgestaltet wurde und aus welchen Gründen sie schließlich fiel.

Angesichts der wachsenden Wissensdefizite, der verblassenden Erinnerung und der aktuellen Debatten über Gedenkkonzepte hat die Landeszentrale folgenden Band als Sonderausgabe neu in ihr Angebot aufgenommen:

Thomas Flemming und Hagen Koch (Dokumentation Berliner Mauerarchiv),
Die Berliner Mauer.
Geschichte eines politischen Bauwerks

In der für eine breite Leserschaft geeigneten Publikation werden die politischen Hintergründe der Mauer in den wichtigsten Etappen nachgezeichnet. Mit Hilfe von erklärenden, teilweise im Reportagestil gehaltenen Texten und mit Hilfe von umfangreichem Bild- und Dokumentenmaterial vermittelt das Buch einen anschaulichen Eindruck von der Grenzbefestigung: von den ersten Stacheldrahtbarrieren am 13. August 1961 über die 3,60 Meter hohe „Mauer der 4. Generation“ (DDR-Jargon: „wartungsarm und formschön“) bis hin zu den nicht mehr ausgeführten Planungen einer elektronisch gesicherten „High-Tech-Grenze“. Fotos der Grenztruppen sowie Akten aus Archiven der DDR geben u.a. Einblick in die interne Beschäftigung mit Zwischenfällen an der einst am schärfsten bewachten Grenze der Welt.

Der Anhang des – auch für den Schulunterricht geeigneten – Buches enthält ein sorgfältig zusammengestelltes Personen- sowie ein Sach- und Ortsregister.

In der Schlussbemerkung heißt es: „Aus dem Stadtbild ist die Berliner Mauer nahezu verschwunden. Aus den Augen, aus dem Sinn? Das wäre fatal. Dazu war sie zu bedrängend in ihrer absurden Monstrosität. Dazu hat sie zu viele Wunden geschlagen.“

Rückfragen:
Rita Hermanns
Telefon: 9026 5843
E-Mail: pressestelle@senbjs.verwalt-berlin.de