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SCHÜLERFIRMEN ZUR VORBEREITUNG AUF DAS BERUFSLEBEN

Pressemitteilung vom 08.11.2004

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

In 100 Firmen lernen 1 500 benachteiligte Jugendliche den Arbeitsalltag kennen
Wirtschaft und Verwaltung unterzeichnen Kooperationsverträge

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, fünf Partnerunternehmen der freien Wirtschaft sowie 21 Schülerfirmen unterzeichneten am Montag in Berlin Kooperationsverträge, mit denen benachteiligte Jugendliche auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf besonders unterstützt werden.
Bildungssenator Klaus Böger: “Benachteiligte Jugendliche haben oft keine Chance, eine Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf aufzunehmen und er-folgreich zu absolvieren. Das Land Berlin legt deshalb einen Schwerpunkt auf die För-derung dieser Jugendlichen. Mein besonderer Dank gilt allerdings den Partnerunternehmen, die mit ihrem Engagement sehr viel für die Perspektiven dieser Jugendlichen tun.“
Durch die Förderung des Dialogs von Schule und Betrieb zielt die Kooperation darauf ab, den Übergang förderbedürftiger Jugendlicher von der Schule in den Beruf zu er-leichtern, sie zur Ausbildungsreife zu führen und dauerhaft in die duale Berufsbildung sowie in spätere Beschäftigung zu bringen. Das Netzwerk Berliner Schülerfirmen (NeBS) unterstützt diesen Prozess seit 2001 mit der Gründung und Betreuung von Schülerfir-men an allen sonderpädagogischen Förderzentren Berlins.
In diesem Netzwerk haben sich inzwischen einhundert Schülerfirmen mit derzeit 1 500 Schülerinnen und Schülern gegründet, z. B.

die Firma “Rosen Steine“, die mit sieben Mitabeitern Obst und Gemüse anbaut und Blumen anpflanzt
die Firma “Fahrradklinik“ die mit fünf Mitabeitern Fahrräder repariert und war-tet und
die Firma “ARS Fotostudio“, die mit 13 Mitabeitern Fotos, Visitenkarten und Ka-lender herstellt.

Parallel zur Vertragsunterzeichnung ist die einhundertste Schülerfirma gegründet worden: „Frühstückchen“ von der Barlach-Schule.
„Die Erfahrungen des Netzwerkes zeigen, dass die Arbeit in Schülerfirmen die Jugendlichen besser auf ein späteres Arbeitsleben vorbereitet. Unsere Schüler lernen Basisquali-fikationen für den Arbeitsprozess und ein Sinnbezug zum Leben bleibt auch an der Schule erhalten“, erklärte Meike Schadock (Schulleiterin der Barlach-Schule). Den Schülern macht es obendrein auch noch Spaß: z. B. in der Catering-Firma ´Frühstückchen´ setzt eine Schülerin ihre Stärken besonders gut ein: „Am liebsten kümmere ich mich um die Zubereitung der Speisen. Das kann ich gut, denn ich bin auch zuhause die Kochherrin,“ sagte sie.
Detlef Buchholz (amtierender Marktleiter der Hornbach-Filiale in Weißensee) betonte: „Ziel des Projekts ist es, so viele Schülerfirmen wie möglich mit Wirtschaftsbetrieben in Kooperation zu bringen. Eine Kooperation ist eine Hilfe in beide Richtungen. Die Schüler helfen mit ihren Firmen hier bei uns im Markt. Als Gegenleistung können wir Ihnen Fragen beantworten und zeigen, wie es in einem richtigen Betrieb aussieht.“ Hornbach hat am 1. September einen Kooperationsvertrag mit der Schule an der Malchower Aue unterschrieben.
Den Jugendlichen sagte Böger: „Ihr habt zwei Rollen: Einerseits seid Ihr noch Schüle-rinnen und Schüler; andererseits seid Ihr schon Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Schülerfirma. Ganz allmählich – Tag für Tag – werdet Ihr ein bisschen weniger Schüler und ein bisschen mehr Mitarbeiter. Besser kann man sich auf das Berufsleben kaum vorbereiten.“

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