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15 JAHRE MAUERFALL IN DEN BERLINER SCHULEN

Pressemitteilung vom 08.11.2004

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

„Der 15. Jahrestag des Mauerfalls ist nicht nur Erinnerungstag, sondern Auftakttag für die Berliner Schulen, sich erneut und wiederholt der gemeinsamen Geschichte der Stadt zuzuwenden, sich mit ihr zu beschäftigen und sie als eine gemeinsame Geschichte – endlich – anzunehmen und zu gestalten,“ erklärte Bildungssenator Klaus Böger.
In allen Berliner Schulen sollen sich Schülerinnen und Schüler mit diesem einmaligen Ereignis in der Geschichte der Stadt auseinander setzen.
Dazu hat die Senatsverwaltung eine Liste mit Materialien und Unterrichtshilfen erarbeitet, die gleichzeitig gedacht sind, als Grundlage für die dauerhafte Beschäftigung mit dem Thema Aufarbeitung der DDR-Geschichte.
Der 15. Jahrestag des Mauerfalls wird in den Berliner Schulen mit vielen verschiedenen Veranstaltungen bedacht, z. B.
Rund 45 Schulen beteiligen sich an dem Vorhaben „Klassentreffen“. Dabei treffen sich Schülerinnen und Schüler des Geburtsjahrganges 1989 aus je einer West- und einer Ostklasse, um den Tag gemeinsam zu gestalten. Dazu werden zum Beispiel Zeitzeugen eingeladen, Gedenkstätten und einschlägige Orte im jeweiligen Bezirk gemeinsam erkundet, dem Mauerverlauf nachgespürt, Erinnerungen von Eltern und Verwandte ausgetauscht, gemeinsame Unterrichtsprojekte gestaltet, sowie Freizeitinteressen und- verhalten im (moderierten) Gespräch verglichen. Die meisten Vorhaben sind Auftakt zu einer dauerhafte Kooperation zwischen den Schulen oder Höhepunkt einer bereits bestehenden Kooperation.
Beispielsweise planen je ein 9. Klasse eines Gymnasiums im West- und im Ostteil der Stadt
eine gemeinsame Videobustour mit dem Zeitreisen-Shuttle zu Originalschauplätzen von Mauerverlauf und Mauerfall. Anschließend gibt es ein gemeinsame Auswertung der Bustour; danach besuchen sie zusammen eine Ausstellung zum 9. November 1989;
Interviews von Passanten zum historischen Datum an historischen Ort an der Bornholmer Straße auf der Bösebrücke mit anschließender Auswertung und Dokumentation.
In der Gedenkstätte Hohenschönhausen findet am 9.11. eine ganztägige Veranstaltung statt: Schülerinnen und Schülern forschen und lernen, werten einen Gedenkstättenbesuch aus und legen zwei Kränze nieder. Zum Thema: „Der Mauerfall und was wir daraus gemacht haben“ findet am Abend ein öffentliches Nachdenken mit Bärbel Bohley und Helmut Kohl im Tränenpalast statt. Zu dieser Veranstaltung sind Schülerinnen und Schüler eingeladen.
Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatsicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik hat den Schulen eine Reihe von Veranstaltungen und Projekte über den Mauerfall und zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte angeboten: z. B. Lehrerfortbildungsveranstaltungen und Schülerprojekte zur Gestaltung von Unterrichtseinheiten und Betreuung von Facharbeiten.
Zur Gestaltung von Seminaren, Projekttagen, Vorträgen und zur Materialermittlung gibt es die Unterrichtsmaterialien, Fachliteratur und multimedialen Medien der Gedenkstätte Berlin Hohenschönhausen, die in Umfang und Form durch Lehrer aufbereitet wurden.
Schülerinnen und Schüler sind ebenfalls zur Teilnahme am dreitägigen Kongress der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft vom 5. bis zum 7. November, sowie zu Zeitreisen für eine Video-Bustour zu Mauerfall und Mauerbau eingeladen.

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Pressesprecher
Telefon: 9026-5846
E-Mail: Pressestelle@senbjs.verwalt-berlin.de