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SCHÜLERAKTION AUF DEM JÜDISCHEN FRIEDHOF WEIßENSEE

Pressemitteilung vom 03.11.2004

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus setzen Berliner Schülerinnen und Schüler mit einem Friedhofseinsatz ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus. Diese Schüleraktion findet im Rahmen des vom Berliner Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) und des American Jewish Committee (AJC) durchgeführten Demokratieerziehungsprogramms „Hands across the Campus“ und des LISUM-Projektes „Standpunkte“ am

Donnerstag, 4. November 2004,
um 10.00 Uhr,
jüdischer Friedhof in Berlin-Weißensee,
Eingang Herbert-Baum-Straße
statt.
Bei der Aktion werden Schülerinnen und Schüler die Gräber von Holocaustopfern auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee pflegen und die Wege auf dem schon mehrfach von rechtsextremistischen Tätern geschändeten Friedhof säubern. An der Ak-tion nehmen Schülerinnen und Schüler der „Hands-Schulen“ – Amelia-Earhart-Hauptschule, Kurt-Tucholsky-Gesamtschule und Walter-Rathenau-Gymnasium – teil.
Ablauf: Zunächst werden ein Verfolgter des Holocaust und ein Vertreter der Jüdischen Gemeinde sprechen. Anschließend beginnen die Schüler mit der Pflege der Gräber. Danach besteht für die Beteiligten die Möglichkeit, den Friedhof zu besichtigen.
Mit dem Start des Schuljahres 2003/04 begann an drei Berliner Schulen die Adaption des Programms „Hands Across the Campus“. Dieses Programm wurde 1981 vom AJC entwickelt und wird seither erfolgreich an zahlreichen Schulen in mehreren US-Bundes-staaten praktiziert. In Berlin wird „Hands Across the Campus“ als Kooperationsprojekt vom AJC, dem Land Berlin, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Bundeszentrale für politische Bildung durchgeführt. Das Programm soll Schüler ermutigen, sich aktiv in die demokratische Gesellschaft einzubringen. Mit der Vermittlung von Demokratie, Pluralismus und humanistischen Werten im Unterricht setzen Pädagogen ein Zeichen gegen Fremdenhass und Rechtsextremismus.

Rückfragen:
Pressesprecherin
Telefon: 9026-5843
E-Mail: Pressestelle@senbjs.verwalt-berlin.de