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SCHÜLER UND LEHRER SOLLEN GESUNDHEIT LERNEN -- SENAT, BERTELSMANN STIFTUNG UND AOK FÖRDERN DIE ENTWICKLUNG GESUNDER SCHULEN

Pressemitteilung vom 29.01.2004

In der Bundeshauptstadt soll es bald mehr gute gesunde Schulen geben. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, die AOK Berlin – Die Gesundheitskasse und die Bertelsmann Stiftung in Gütersloh wollen die gesundheitliche Situation aller am Schulleben Beteiligten verbessern und sie in die Lage versetzen, besser zu lernen, zu lehren und zu erziehen. Diesem Ziel dient ein gemeinsam getragenes Projekt „anschub.de“ von Beginn des Schuljahres 2004/2005 an bis 2007 zusammen mit ausgewählten Schulen im Bezirk Berlin-Mitte. Die Arbeitsmodule werden nebst materieller Hilfen von der Bertelsmann Stiftung zur Verfügung gestellt. Wichtige weitere personelle und organisatorische und materielle Unterstützung kommt von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, sowie als erster Krankenkasse, der AOK Berlin – Die Gesundheitskasse.

Senator Klaus Böger, der Vorsitzende des Vorstands der Berliner AOK Rolf D. Müller und das Mitglied der Geschäftsleitung der Bertelsmann Stiftung Brigitte Mohn unterzeichneten heute einen Kooperationsvertrag. Dr. Brigitte Mohn: „Trotz sich ständig verbessernder medizinischer Möglichkeiten leiden viele Schülerinnen und Schüler an gravierenden gesundheitlichen Problemen: Übergewicht, wachsende motorische Defizite und, ebenso wie die Lehrer, an steigenden psychischen Belastungen. Nationale und internationale Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Lernleistungen der Schülerinnen und Schüler hinter den angestrebten Zie-len zurückbleiben. Deshalb steht die Stiftung für Veränderungen von Grund auf.“

Schulen, die sich beteiligen, verspricht Senator Klaus Böger Unterstützung bei der Formulierung und Umsetzung ihres Schulprogramms. „Unser gerade verabschiedetes Schulgesetz verpflichtet jede Schule, ihr spezifisches Schulprogramm zu schreiben und dies auch zu evaluieren. Schulen, die bei Anschub.de mitmachen, entscheiden sich für den Schwerpunkt Gesundheit in ihrem Schulprogramm. Dazu erhalten sie praktische Hilfe und spezifische Fortbildungen – z.B. zur Stressbewältigung, zu den Themen Bewegung, Ernährung oder auch Suchtprä-vention. Ganz so, wie es die spezielle Situation der einzelnen beteiligten Schule erfordert“.

Die AOK Berlin – Die Gesundheitskasse unterstütze, so Rolf D. Müller, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Berlin, innovative Gesundheitsvorhaben an Schulen, wie sie die Bertelsmann Stiftung mit ihrem Projekt „Anschub.de“ in Berlin-Mitte geplant habe. „Das ange-strebte Ziel, diesen Schwierigkeiten durch ein gesundheitsförderndes System gegenzusteuern, entspricht dem Verständnis der AOK als Gesundheitskasse“, sagt Müller. Dies sei jedoch eine Aufgabe, die nicht eine Kasse allein bewältigen könne, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.

Neben Berlin soll es weitere Modellregionen für das Projekt anschub.de in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern geben. Die Projektergebnisse sollen spätestens am Ende der Laufzeit qualitativ so abgesichert sein, dass Inhalte und Strukturen auch auf andere Schulen übertragbar sind.

Rückfragen an:
Rita Hermanns,
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport,
030/ 90 26 58 43
Gabriele Rähse,
AOK Berlin – Die Gesundheitskasse,
Tel.: 030/25 31 22 02
Volker Oetzel,
Bertelsmann Stiftung,
Tel.: 05241/8 18 13 74

Rückfragen:
Pressesprecherin
Telefon: 9026 5843
E-Mail: pressestelle@senbjs.verwalt-berlin.de