Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

ZWEI JAHRE NACH ERFURT -- ERSTE BILANZ DER 15 SCHULPSYCHOLOGEN FÜR KRISENINTERVENTION UND GEWALTPRÄVENTION

Pressemitteilung vom 22.04.2004

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Berlins Bildungssenator Klaus Böger reagierte mit einer schnellen und pädagogisch adäquaten Entscheidung auf die Geschehnisse von Erfurt: Neben vielen anderen bereits langjährig erfolgreichen Maßnahmen gegen Gewalt an Schulen wurden 15 zusätzliche Schulpsychologen geschaffen; sie wurden gemeinsam mit den Berliner Standpunktpädagogen fortgebildet. Diese Schulpsychologen/innen widmen sich seither primär der Krisenintervention und Gewaltprävention an Berliner Schulen. Jedem Berliner Bezirk und auch den berufsbildenden Schulen steht damit eine Schulpsychologin/ein Schulpsychologe als verantwortlicher Ansprechpartner/in in allen Fragen der Gewaltprävention und Krisenintervention zur Verfügung. Ziel ihrer Arbeit ist es u.a., Schulen auf dem Weg zur „gewaltfreien Schule“ vielfältig zu unterstützen, Beratung und entsprechende Trainingsprogramme anzubieten und regionale Netzwerke von Schule, Polizei, Jugendhilfe und anderen Projektträgern zu initiieren.

Eine erste Bilanz der Arbeit dieser Schulpsychologen liegt nun als exemplarische Dokumentation vor:

Im Stichprobenzeitraum von drei Monaten überwog die Intervention vor der Prävention. Die höchste Zahl der Arbeitskontakte bestand zu Schulen der Sekundarstufe I; besonders enge Kooperationsbeziehungen gab es mit Grundschulen. In der überwiegenden Zahl der Fälle suchten Lehrkräfte Rat und Hilfe nach.

Die Unterstützung durch die Schulpsychologen für Krisenintervention und Gewaltprävention wird angenommen und geschätzt. Schulen sind sensibilisierter für frühe Gewaltsignale und intervenieren unmittelbar und der Problemlage angemessen. Die Bilanz bestätigt, dass der mit diesem Team eingeschlagene Weg der richtige ist.

Die Unterlagen sind erhältlich:

- erste Bilanz der Schulpsychologen für Krisenintervention und Gewaltprävention: in der Pressestelle der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport

- Fortbildungsdokumentation „Standpunkte 2003“: in der Friedrich-Ebert- Stiftung

Rückfragen:
Pressesprecherin
Telefon: 9026 5846
E-Mail: pressestelle@senbjs.verwalt-berlin.de