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START-SCHÜLERSTIPENDIEN FÜR BEGABTE ZUWANDERER JETZT AUCH IN BERLIN --- BERLINER SCHÜLER KÖNNEN SICH JETZT BEWERBEN

Pressemitteilung vom 27.09.2004

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Berlin, 20.09.2004. Das Programm „START – Schülerstipendien für begabte Zuwanderer“, das schon im Land Hessen und den Städten Leipzig, Dresden, Wuppertal, Gütersloh und Bielefeld sehr erfolgreich läuft, wird nun auch in Berlin angeboten. Ab dem Schuljahr 2004/05 kommen in Berlin zunächst zehn Stipendiaten in den Genuss des Stipendienprogramms, das als gemeinsame Bildungsinitiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport aufgelegt wurde. Mit dem Programm sollen mehr begabte Zuwandererjugendliche gezielt zu höheren Bildungsabschlüssen geführt werden.

Ein Jahr lang erhalten die Stipendiaten ein Bildungsgeld von 100 Euro monatlich sowie einen Computer mit Internetanschluss. Außerdem werden sie ideell gefördert. Dazu gehören Beratungsangebote für die Ausbildungs- und Studienplanung, Bildungsseminare sowie Exkursionen. Einmal im Jahr sind alle START-Stipendiaten aus ganz Deutschland zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen. Der Aufbau von Kontakten zur Wirtschaft, die Vermittlung von Praktika sowie der Aufbau eines Netzwerkes ehemaliger Stipendiaten ergänzen das Angebot. Wenn die Jugendlichen erfolgreich sind, kann das Bildungsgeld bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses gewährt werden.

Aufnahmevoraussetzung sind: Gute bis sehr gute schulische Leistungen, gesellschaftliches Engagement sowie materielle Bedürftigkeit. Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine mögliche akademische Laufbahn zu schaffen und Wege in berufliche Leitungsfunktionen zu eröffnen.

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung und die Deutsche Bank Stiftung übernehmen die Finanzierung der START-Stipendien. Die Senatsbildungsverwaltung stellt die Betreuung der Stipendiaten durch eine qualifizierte Lehrkraft sowie einen Raum für regelmäßige Treffen der START-Stipendiaten. Die Frankfurter Hertie-Stiftung stellt das Projektdesign zur Verfügung und sichert in einem ersten Schritt die Teilnahme der Stipendiaten an Bildungsseminaren sowie am START-Jahrestreffen. Alle drei Partner arbeiten in der Stipendiatenauswahl und -aufnahme zusammen. Sie bilden gemeinsam einen Lenkungsausschuss. START Berlin ist zunächst für vier Jahre aufgelegt. Das Finanzvolumen des Projekts beträgt rund 360.000 Euro.

„Wir haben vor zwei Jahren das Projekt START in Hessen ins Leben gerufen“, so der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, Dr. Roland Kaehlbrandt, „denn wenn wir begabte Zuwandererkinder fördern, werden sie es unserem Land doppelt und dreifach zurückgeben. Jetzt helfen wir gern bei der Verbreitung von START in Berlin mit.“
Auch die Deutsche Bank Stiftung hat sich bereit erklärt, sich bei diesem wichtigen Fördervorhaben zu engagieren. Christian J. Stronk, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Bank Stiftung dazu: „Gerne unterstützen wir die Idee, junge, begabte Menschen zu fördern und ihre Integration zu erleichtern. Deutschland muss ein Land sein, in dem auch Menschen, die hier nicht geboren sind, ihre Berufs- und Lebensperspektive entwickeln können. Dazu wollen wir unseren Beitrag leisten.“
Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport wird ein Konzept zur Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund vorlegen, in das das START-Stipendienprogramm als Bildungsinvestition in kluge Köpfe eingebunden wird.

Bildungssenator Klaus Böger: „Unser Ziel ist es, die Begabungsreserven dieser Jugendlichen in ihrem Interesse aktiv, verlässlich und kontinuierlich auszuschöpfen. Diese integrative Bildungsmaßnahme soll die Jugendlichen darauf vorbereiten, später in allen Bereichen des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Lebens Verantwortung zu übernehmen. Wir brauchen diese Schülerinnen und Schüler und ihre speziellen Fähigkeiten und Begabungen. Erfolgreiche Kinder und Jugendliche nichtdeutscher Herkunft haben auch Vorbildfunktion: Sie zeigen, dass es möglich ist, etwas zu erreichen, wenn man die Chancen ergreift. “
Ab sofort können sich gesellschaftlich engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migra-tionshintergrund, die gute bis sehr gute schulische Leistungen vorweisen können, unter folgender Adresse um ein START-Stipendium bewerben bzw. Bewerbungsunterlagen erhalten: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, Herr Dr. Hassan, Beuthstraße 6-8, 10117 Berlin, Tel.: 030-9026-5474, E-Mail: karim.hassan@senbjs.verwalt-berlin.de
Der Bewerbung sind ein Antrag, ein handgeschriebener tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild, ein Anschreiben mit ausführlicher Begründung der Bewerbung, eine ausführliche Beschreibung des bisherigen Lebensweges sowie das Gutachten mindestens eines Lehrers und eine Kopie des aktuellen Zeugnisses beizulegen.

Im START-Programm werden derzeit 99 Schüler aus 33 verschiedenen Herkunftsländern gefördert. In dem von der Hertie-Stiftung initiierten Projekt arbeiten inzwischen als Partner zusammen: Bertha Heraeus und Kathinka Platzhoff Stiftung, Bielefelder Bürgerstiftung, Carls Stiftung, Deutsche Bank Stiftung Alfred Herrhausen Hilfe zur Selbsthilfe, Die Wiesbaden Stiftung, Edmund Vey-Stiftung, ERTOMIS-Stiftung, Freundeskreis der Hertie-Stiftung, Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, Stadt Stiftung Gütersloh, Kreis Offenbach, Land Berlin / Berliner Senat für Bildung, Jugend und Sport, Freie Hansestadt Bremen, Landeshauptstadt Dresden, Stadt Bielefeld, Stadt Gütersloh, Stadt Leipzig, Stadt Wuppertal, Taunus-Auto Verkaus-GmbH Mercedes-Benz Vertreter der DaimlerChrysler AG, Union Club International

Kontakt:
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Herr Dr. Karim Hassan
Beuthstraße 6-8
10117 Berlin
Tel.: 030-9026-5474
E-Mail: karim.hassan@senbjs.verwalt-berlin.de

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