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FÜHRER ZUR BERLINER MAUER IN DER LANDESZENTRALES FÜR POLITISCHE BILDUNGSARBEIT

Pressemitteilung vom 06.10.2004

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Zum 15. Jahrestag der friedlichen Revolution in der DDR und des Mauerfalls am 9. November 1989 hat die Landeszentrale folgenden Band neu in ihr Angebot aufgenommen:

Axel Klausmeister und Leo Schmidt, Mauerreste – Mauerspuren.
Der umfassende Führer zur Berliner Mauer.

Achtundzwanzig Jahre lang und immer weiter „perfektioniert“ zog sich die Berliner Mauer als tief gestaffelte Grenzbefestigung mitten durch die Stadt. Sie teilte Berlin in zwei Welten. Dabei war die Mauer mehr oder weniger direkt an der Grenzlinie zu den Westsektoren nur ein Element in einem vielgestaltigen System von Befestigungen und Hindernissen, das nach Osten hin wirkte. Die tödlichen Sperranlagen, die das Leben der Menschen so lange und schmerzlich prägten, wurden – einem emotionalen Bedürfnis folgend – vor allem in den Jahren 1990 und 1991 weitgehend abgetragen. Selbst ältere Berliner stellten sich zunehmend die Frage: Wo war sie eigentlich, die Mauer?

Mit dem zeitlichen Abstand wuchs die Bereitschaft, die erhalten gebliebenen Überreste der Berliner Grenze zu dokumentieren und soweit wie möglich vor der weiteren Zerstörung zu bewahren. Die daraufhin von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Auftrag gegebene und 2002 bis 2003 erarbeitete Dokumentation wurde zur Grundlage des vorliegenden Führers, der auch die politischen Hintergründe erläutert und genau erklärt, wie das Grenzsystem funktionierte.

Hunderte von Resten und Spuren der innerstädtischen Grenze sind in dem 287 Seiten umfassenden und mit äußerster Sorgfalt und Akribie gestalteten Band verzeichnet und abgebildet. Das gesamte Gelände der Grenzanlagen einschließlich des nach Osten vorgelagerten Sperrgebiets wurde in Abschnitte aufgeteilt. Eine Übersichtskarte stellt die Lage und das Ausmaß der Abschnitte dar. Zudem werden zahlreiche praktische Zu-gangshinweise gegeben.

Auf diese Weise wird es möglich, die noch sichtbaren bedrückenden Zeugnisse der SED-Diktatur selbst zu erkunden und, so weit noch möglich, sich ein eigenes Bild zu machen von einer brutalen Grenze, die Ausdruck einer den Willen des Volkes unterdrückenden politischen Ordnung war.
Der Band eignet sich auch für den Einsatz im Schulunterricht, insbesondere für geleitete Exkursionen.

Die Veröffentlichung gibt es:
An der Urania 4-10, 10787 Berlin-Schöneberg
(Nähe Wittenbergplatz), Tel.: 90 16 25 52

Zusendungen sind leider nicht möglich.
Infos auch unter www.landeszentrale-politische-bildung-berlin.de

Rückfragen:
Pressesprecherin
Telefon: 9026-5843
E-Mail: Pressestelle@senbjs.verwalt-berlin.de