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WOWEREIT: FELIPE-BESUCH VERTIEFT DEUTSCH-SPANISCHE FREUNDSCHAFT

Pressemitteilung vom 19.03.2003

Sperrfrist 17.00 Uhr
Es gilt das gesprochene Wort!

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, empfängt heute den spanischen Thronfolger Kronprinz Felipe im Berliner Rathaus. In seiner Rede anlässlich der Eintragung S.K.H. des Prinzen von Asturien in das Goldene Buch der Stadt im Wappensaal führte Wowereit u.a. aus:

“Es ist mir Freude und Ehre zugleich, Sie, Königliche Hoheit, im Berliner Rathaus willkommen zu heißen. Sie sind in eine Stadt gekommen, die sich mitten in einem tief greifenden Wandel befindet. Berlin ist in Bewegung. Es ist die Stadt, in der Ost und West zusammenkommen. Mit seiner Internationalität und Weltoffenheit zieht Berlin Menschen von allen Kontinenten an. (…) Die Internationalität Berlins wird auch unterstrichen durch unsere zahlreichen Städtepartnerschaften. Die Städtepartnerschaft mit der spanischen Hauptstadt Madrid besteht seit 1988 und ist damit eine der ältesten und traditionsreichsten. Ich freue mich sehr, dass die spanisch-deutschen Beziehungen auf einer soliden Basis stehen. Uns verbindet eine verlässliche und dauerhafte Freundschaft.

Spanien ist in Berlin präsent und ich freue mich, dass die Präsenz Ihres Landes in Berlin noch weiter ausgebaut wird. Wir sehen der feierlichen Einweihung der tief greifend renovierten und erweiterten spanischen Botschaft mit großen Erwartungen entgegen. Das Cervantes-Institut am Hackeschen Markt, das wir gestern gemeinsam eröffnen konnten, ist eine Bereicherung des kulturellen Lebens, und ich wünsche dem Institut einen guten Zuspruch der Berlinerinnen und Berliner. Dieses Institut wird auch der Pflege der spanischen Sprache in Berlin dienen. In mehr als 30 Berliner Schulen hat Spanisch seinen festen Platz. An drei Europaschulen steht der Spanischunterricht im Mittelpunkt der Sprachausbildung.

Über ein Ereignis werden sich viele Berlinerinnen und Berliner besonders freuen: die Ausstellung mit Werken des großen spanischen Malers Francisco de Goya. Wir hoffen zuversichtlich, dass sich die Zusammenarbeit mit dem Prado-Museum in Madrid als Beispiel für einen funktionierenden Kulturaustausch zwischen unseren Ländern präsentieren lassen wird. (…)

Die Berlinerinnen und Berliner haben ein positives Bild von Ihrem Land. Viele von ihnen kennen und lieben die Urlaubs-Regionen Ihres Landes. Sie wissen es sehr zu schätzen, dass Ihr Land den Prozess der deutschen Wiedervereinigung vorbehaltlos unterstützt hat. Und die Berlinerinnen und Berliner haben hohen Respekt vor der spanischen Königsfamilie. Ich möchte an dieser Stelle an die historischen Verdienste erinnern, die sich insbesondere Ihr Vater, König Juan Carlos, beim Übergang Spaniens zur Demokratie erworben hat. Das war nicht nur im besten Sinne patriotisch, sondern ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung Europas.

Europa wächst weiter zusammen: wirtschaftlich, politisch und kulturell. Wir befinden uns historisch am Vorabend der EU-Osterweiterung. Sie wird, das ist meine Überzeugung, für uns alle von Nutzen sein. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, diesen Prozess aktiv zu unterstützen.

Freundschaften, auch die zwischen Staaten, wollen gepflegt werden. Dazu gehören regelmäßige Besuche, dazu gehört die wechselseitige Neugier aufeinander und das Interesse aneinander. Dazu tragen die Touristinnen und Touristen bei, die nach Spanien reisen, und natürlich auch die Besucherinnen und Besucher, die aus Ihrem Land in unsere Stadt kommen. Ich wünsche mir, dass es noch mehr werden – vielleicht kann Ihr Besuch in unserer Stadt dazu beitragen.

In einem aber bin ich sicher, Ihr Besuch in Berlin leistet einen wichtigen Beitrag, die Freundschaft zwischen Spanien und Deutschland weiter zu vertiefen.

Ich darf Sie nun bitten, sich als Zeichen der Verbundenheit in das Goldene Buch der Stadt einzutragen.”
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