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50. JAHRESTAG DES 17. JUNI 1953 IN BERLIN

Pressemitteilung vom 01.04.2003

Aus der Sitzung des Senats am 1. April 2003:

Aus Anlass des bevorstehenden 50. Jahrestages des 17. Juni 1953 hat der Senat auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit einen Bericht zu den Berliner Aktivitäten anlässlich des Jahrestages beschlossen.

Ziel des Senats ist es, so der Regierende Bürgermeister, „diesen Tag dem schleichenden Vergessen zu entreißen und die Bedeutung des Tages der jüngeren Generation zu vermitteln.“

Die Erhebung war Ausdruck der Sehnsucht nach besseren Arbeits- und Lebensbedingungen, nach Demokratie und freien Wahlen. Rasch entwickelte sich aus einem Lohnkampf, aus dem Ausstand von Berliner Bauarbeitern ein Volksaufstand, der zu einem Schlüsselereignis der Freiheits- und Bürgerrechtsbewegungen und zu einem wichtigen Baustein für das heutige Europa wurde.

Der Regierende Bürgermeister lädt für den Abend des 16. Juni 2003 zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung mit dem Titel „50 Jahre 17. Juni 1953 – Berlin erinnert sich“ ins Rote Rathaus ein. Mit der Dialogveranstaltung soll dem Gedenken eine zeitgemäße Form verliehen und die direkte Begegnung zwischen Akteuren des Aufstandes und Jugendlichen ermöglicht werden. Berliner Schülerinnen und Schüler werden Zeitzeugen, Journalisten und Historiker zum 17. Juni 1953 befragen und ihre eigene heutige Sicht auf den Ausstand der Bauarbeiter, der sich zu einer politischen Bewegung und zu einem Volksaufstand ausweitete, präsentieren. Mit Tonbandaufnahmen und Bildmaterial wird die Dramatik des Geschehens in Berlin vor 50 Jahren illustriert.

Ein zentrales Projekt ist der vom Senator für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Böger, ausgelobte landesweite Schülerwettbewerb zum Thema „Der 17. Juni 1953 – Spuren suchen“, mit dem junge Menschen dazu angeregt werden, sich mit den Hintergründen des 17. Juni, dem Ereignis und den Folgen auseinander zu setzen.

Der Senat hat frühzeitig die Initiative ergriffen und insbesondere die infrage kommenden Einrichtungen und Initiativen, die zum großen Teil auch für die Bearbeitung dieses Themas vom Land Berlin finanziert werden, dazu angeregt, den Jahrestag aufzugreifen und thematisch zu besetzen.

Eine Übersicht verschiedener Veranstaltungen zum 17. Juni hat die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erstellt. Sie erscheint als Broschüre (Bestelladresse: Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Otto-Braun-Straße 70-72, 10178 Berlin, oder www.stiftung-aufarbeitung.de). Ein gemeinsames Projekt der Bundeszentrale für Politische Bildung, des DeutschlandRadio und des Zentrums für zeitgeschichtliche Forschung Potsdam bietet Informationen über den 17. Juni unter www.17Juni.de. – - -

Rückfragen:
Sprecher des Senats
Telefon: 9026-3200
E-Mail: Presse-Information @Skzl.Verwalt-Berlin.de