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WOWEREIT ZUM TAG DER ARBEIT

Pressemitteilung vom 30.04.2003

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, erklärte zum Tag der Arbeit:

„Der Tag der Arbeit ist traditonell der Tag der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Für mich beinhaltet das vor allem die Forderung, alles zu tun, um die unerträglich hohe Zahl von Erwerbslosen in Berlin und Brandenburg, aber auch im ganzen Land, zu drücken.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind einschneidende Reformen nötig. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat dazu in der Agenda 2010 Initiativen vorgeschlagen, die nötig sind und deshalb meine volle Unterstützung finden. Aber auch der Berliner Senat verfolgt dieses Ziel im Rahmen seiner politischen Möglichkeiten. Wir müssen und wollen im Land Berlin die politische Handlungsfähigkeit wiedergewinnen, um die Zukunft der Stadt im Interesse der arbeitenden Menschen gestalten zu können. Reformen sind nicht um ihrer selbst willen geboten, sondern sie sind unumgänglich, um wieder mehr Menschen in Arbeit zu bringen.

Der Tag der Arbeit ist in guter Tradition der Tag der Gewerkschaften. Als Vertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben die deutschen Gewerkschaften in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder ihre große Verantwortung für unsere Wirtschaft und für unsere Gesellschaft bewiesen. Dies darf auch angesichts der aktuellen Auseinandersetzungen nicht in Vergessenheit geraten. Die Gewerkschaften haben mehr als mancher andere gezeigt, dass sie aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung heraus auch Veränderungen mitgetragen haben, die für ihre Mitglieder schmerzlich waren.

Wir alle wissen, dass wir um Änderungen im Sozialstaat nicht mehr herumkommen, wenn wir den Sozialstaat bewahren wollen. Dafür brauchen wir moderne, selbstbewußte und starke Gewerkschaften. Dann können wir auch die Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam bewältigen.

Wichtig ist, dass sich der Wandel sozial vollzieht und dass es dabei gerecht zugeht. Alle müssen ihren Teil dazu beitragen, die Stärkeren mehr, die Schwächeren weniger. Das verstehen wir unter sozialer Gerechtigkeit. Dafür haben sich die Gewerkschaften immer eingesetzt, und dieses Anliegen ist nach wie vor wichtig.“

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