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MOSKAU-TAGE: WOWEREITS ERÖFFNUNGS-REDE IM KONZERTHAUS

Pressemitteilung vom 02.07.2003

Sperrfrist: 19.30 Uhr
Es gilt das gesprochene Wort!

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hält heute um 19.30 Uhr bei der Eröffnung der “Moskauer Tage in Berlin 2003” im Konzerthaus am Gendarmenmarkt laut Manuskript die folgende Rede.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin: “Ich freue mich sehr, Sie zum Eröffnungskonzert der ,Moskauer Tage in Berlin’ begrüßen zu dürfen und sage ganz besonders an die Adresse unserer russischen Gäste, die von der Moskwa an die Spree gereist sind: herzlich willkommen in Berlin!

Zwischen Moskau und Berlin liegt – geographisch gesehen – eine Entfernung von 1850 Kilometern. Mit dem Zug reist man heute immer noch weit über 20 Stunden von der einen in die andere Stadt. Und doch spüren wir die große kulturelle Nähe unserer beiden europäischen Großstädte.

Das Staatliche Akademische Symphonieorchester Moskau wird uns heute Abend mit Werken von Tschaikowski erfreuen. Ausstellungen mit Werken junger Künstler, weitere Konzerte und eine Vielzahl von Begegnungen zwischen Moskauer und Berliner Jugendlichen werden uns in den nächsten Tagen zeigen, wie weit der europäische Horizont reicht und welch eine wichtige Rolle dabei Russland und die russische Kultur spielen. Vor allem aber werden wir viele Beispiele für eine erfolgreiche Zusammenarbeit kennen lernen und sehen, dass im Ausbau der Kontakte große Chancen für Moskau und große Chancen für Berlin liegen.

In Berlin leben über 100.000 Menschen, deren Muttersprache Russisch ist. Hinzu kommen all jene, die in der Schule Russisch gelernt haben und sich mehr oder weniger mühelos auf Russisch verständigen können. Das ist ein riesiges Pfund für Berlin und für die Beziehungen unserer beiden Städte zueinander.

Die ,Moskauer Tage in Berlin’ sollen auch das ,Russische Berlin’, das für viele Berlinerinnen und Berliner noch ein bisschen fremd ist, sichtbar machen. Sie sollen den Berlinerinnen und Berlinern die Chance geben, dieses Berlin kennen zu lernen. Von der ,Russendisko’ über zahlreiche spannende Galerien und Theater bis hin zu vielfältigen Ausstellungen in der Stadt hat sich russisches Leben in Berlin zu einem relevanten gesellschaftlichen Faktor entwickelt, der mehr Beachtung verdient hat. Berlins Chance und Stärke liegt ja gerade in der Fähigkeit, Internationalität und kulturelle Vielfalt als Vorteil und nicht als Bedrohung zu begreifen.

Vor wenigen Jahren noch gab es in Deutschland einen ganz kurzen Satz, der während der Zeit des Kalten Krieges alle Ängste und Vorbehalte, aber auch die große Fremdheit gegenüber den Russen ausdrückte: ,Die Russen kommen.’

In den vergangenen Jahren ist Vertrauen zwischen Russen und Deutschen gewachsen. Heute praktizieren wir eine lebendige und fruchtbare Partnerschaft – nicht nur zwischen unseren Nationen, sondern auch zwischen unseren beiden Städten, die seit
zwölf Jahren partnerschaftlich miteinander verbunden sind. Und, was mich besonders freut: Diese Partnerschaft beruht nicht nur auf Verträgen und Vereinbarungen der Regierungen oder der Stadtverwaltungen, sondern diese Partnerschaft lebt von den Aktivitäten vieler einzelner Menschen in beiden Städten.

Gerade diese ,Moskauer Tage in Berlin’ zeigen, wie lebendig und vielfältig die Aktivitäten im Rahmen der Städtepartnerschaft sind. Kultur, Wirtschaft, Forschung, Schüler- und Jugendaustausch sowie Verwaltungszusammenarbeit stehen im Mittelpunkt der Partnerschaft. Es gibt einen regen Austausch von Gütern, aber auch von Ideen. Und ich bin sehr froh, dass die beiden Hauptstädte zu Motoren guter und intensiver Beziehungen zwischen Russland und Deutschland geworden sind.

Im März 2004 wird sich Berlin in Moskau präsentieren. Das Berliner Symphonie Orchester wird auftreten. Es wird zwei von Sasha Waltz choreografierte Vorstellungen geben. Ein Gefängnistheaterprojekt wird in Moskau präsentiert und geplant ist auch eine Ausstellung von Berliner Designern.

,Moskau in Berlin’ und ,Berlin in Moskau’ finden im Rahmen der deutsch-russischen Kulturbegegnungen statt. Dafür haben die beiden Staatsoberhäupter die Schirmherrschaft übernommen. Ich möchte Herrn Präsident Putin und Herrn Bundespräsident Rau ausdrücklich dafür danken.

Nun wünsche ich uns allen erlebnisreiche Moskauer Tage in Berlin, viele interessante Begegnungen und Entdeckungen bei all den Veranstaltungen, die die Lebendigkeit der Berlin-Moskauer Städtepartnerschaft unterstreichen.”
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