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SENAT UNTERSTÜTZT DIE KAMPAGNE „FAIRER HANDEL“

Pressemitteilung vom 08.07.2003

Aus der Sitzung des Senats am 8. Juli 2003:

Der Senat hat auf Vorlage des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf, einen Bericht an das Abgeordnetenhaus über die Förderung der Kampagne „Fairer Handel“ beschlossen.

Die Kampagne „Fairer Handel“ will Produzentinnen und Produzenten der gehandelten Waren aus Entwicklungsländern eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft ermöglichen. Durch gerechtere Handelsbeziehungen sollen die Lebensbedingungen der Menschen in diesen Ländern verbessert, die dortige Binnenwirtschaft gestärkt und gerechtere Strukturen in der Weltwirtschaft geschaffen werden. Die festgelegten Mindestpreise decken die Produktionskosten und sichern das absolute Existenzminimum. Produzentinnen und Produzenten fair gehandelter Waren werden in Marketing und Produktionsverfahren für bessere Qualität weitergebildet. Darüber hinaus werden Sozialprojekte wie Schulen, Gemeinschaftsräume, Werkzeuge, Brunnen, Apotheken oder Schulstipendien finanziert.

Gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren des „Fairen Handels“ plant der Senat unter anderem öffentlichkeitswirksame Aktivitäten anlässlich der „Fairen Woche“ vom 22. bis 28. September dieses Jahres sowie im Rahmen von Messen wie „Import-Shop“ oder „Internationale Grüne Woche“.

In den Berliner Schulen werden Schülerinnen und Schüler in den Fächern „Sozialkunde“ und „Politische Weltkunde“ mit den Themen „Kinderarbeit“, „Fairer Handel“, „Eine Welt“ und „Globale Politik und Wirtschaft im 21. Jahrhundert“ vertraut gemacht. Für Lehrerinnen und Lehrer gibt es Fortbildungsveranstaltungen und Fachkonferenzen zum Thema „Welthandel/Fairer Handel“.

Aus rechtlichen Gründen kann der Senat die Pächterinnen und Pächter der Senatskantinen nicht dazu zwingen, fair gehandelte Produkte anzubieten. In den Pachtverträgen soll dies aber empfohlen und gleichzeitig in den Kantinen für fair gehandelte Produkte geworben werden. Den Berliner Schulen empfiehlt der Senat ebenfalls, fair gehandelte Produkte in Schulcafeterien anzubieten. Auch in den Hochschulen und im Studentenwerk soll das bereits vorhandene Angebot erweitert werden. Schließlich erhalten auch die Einkäuferinnen und Einkäufer des für Sammelbestellungen zuständigen Landesverwaltungsamtes per Rundschreiben Informationen zu fair gehandelten Produkten, denn das Angebot beschränkt sich nicht nur auf Lebensmittel wie Kaffee oder Schokolade, sondern umfasst auch Schreibutensilien und Teppiche. – - -

Rückfragen:
Sprecher des Senats / Sprecher der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen
Telefon: 9026-3200 / 9013-7418
E-Mail: pressestelle@senwiarbfrau.verwalt-berlin.de