Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

BERLIN WIRD MELDEPFLICHT FÜR KREBSERKRANKUNGEN EINFÜHREN

Pressemitteilung vom 09.09.2003

Aus der Sitzung des Senats am 9. September 2003:

Der Senat hat auf Vorlage der Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, Dr. Heidi Knake-Werner, einen Bericht an das Abgeordnetenhaus über die Einführung der Meldepflicht für Krebserkrankungen beschlossen. Das Abgeordnetenhaus hatte am 12. Juni 2003 den Senat aufgefordert, die Meldepflicht für Krebserkrankungen für das Land Berlin zum schnellstmöglichen Zeitpunkt einzuführen. Das dazu erforderliche Meldepflichtgesetz wird gegenwärtig von der Senatsgesundheitsverwaltung vorbereitet, sodass es voraussichtlich bis Ende 2003 beim Abgeordnetenhaus eingebracht werden kann.

Aufgrund des gegenwärtig in Berlin geltenden Melderechts sind Ärztinnen und Ärzte zur Meldung von Krebserkrankungsfällen an das dafür zuständige Gemeinsame Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Frei-staaten Sachsen und Thüringen (GKR) in Berlin-Kaulsdorf berechtigt, aber nicht verpflichtet. Daher werden in Berlin von den Ärzten zurzeit nur ca. 60 % der Krebserkrankungsfälle gemeldet. Für viele statistische Auswertungen eines Krebsregisters, insbesondere für die Ermittlung von Krebshäufigkeiten und –ursachen, sind aber Melderaten von annähernd 100 % erforderlich.

Gesundheitssenatorin Knake-Werner: „Obgleich das Gemeinsame Krebsregister viele Maßnahmen durchgeführt hat, um die Melderate zu erhöhen, sind die Meldeergebnisse aus Berlin bislang nur unzureichend. Wir wollen deshalb dem Beispiel der am Gemeinsamen Krebsregister beteiligten Bundesländer Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt folgen und ebenfalls eine Meldepflicht für Krebserkrankungen einführen. Auch andere Bundesländer haben mit der Begründung, dass die erforderliche Vollzähligkeit der Krebsregistrierung sonst nicht erreicht werden kann, in den letzten Jahren eine solche Meldepflicht eingeführt. Zu diesen Ländern gehören Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein.“ – - -

Rückfragen:
Sprecher des Senats / Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz
Telefon: 9026-3200 / 9028-2743
E-Mail: Pressestelle@sengsv.verwalt-berlin.de