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WOWEREIT VERLEIHT VERDIENSTORDEN DES LANDES BERLIN

Pressemitteilung vom 26.09.2003

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, verleiht am Mittwoch, 1. Oktober 2003, 17.00 Uhr, im Festsaal des Berliner Rathauses in Anerkennung und Würdigung hervorragender Verdienste um die Stadt Berlin an 13 Persönlichkeiten den Verdienstorden des Landes Berlin.

Geehrt werden: Franziska van Almsick, Isaak Behar, Otto Beisheim, Frank Castorf, Peter Dussmann, Sylva Franke, Götz George, Erika und Ulrich Gregor, Elisabeth (Liz) Mohn, Michael Preetz, Monika Rodloff und Thomas Sadtler.

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Franziska van Almsick

Franziska van Almsick steuert ihre Teilnahme an den dritten Olympischen Spielen an. Die Sportlerin ist seit 1992 durchgängig Bundeskaderathletin des Deutschen Schwimmverbandes und hat bei Weltmeisterschaften, Europameisterschaften sowie bei den Olympischen Spielen zahlreiche Gold-, Silber- und Bronzemedaillen gewonnen. Mit ihrer Leistung hat Franziska van Almsick einen wesentlichen Anteil daran, dass Berlin sich international Hochburg des Schwimmsports nennen kann. Über ihre sportlichen Erfolge hinaus hat sie mit ihrem Auftreten weltweite Sympathie und Anerkennung für sich und ihre Heimatstadt erworben.

Isaak Behar

Isaak Behar hat maßgeblich zur Entwicklung der deutsch-israelischen Beziehungen beigetragen. Er hält in Schulen und anderen Einrichtungen in Berlin Vorträge, in denen er beispielhaft sein Schicksal sowie das seiner Familie unter der nationalsozialistischen Verfolgung schildert und damit zu einer nachhaltigen Veranschaulichung und Vertiefung des Wissens seiner jungen Zuhörer über die Zeit des Nationalsozialismus beiträgt.

Otto Beisheim

Otto Beisheim hat als Gründer und Großaktionär des Handelskonzerns Metro öffentliche Bedeutung und Bekanntheit erlangt. Wesentlich dazu beigetragen hat auch der Aufbau der Otto-Beisheim-Hochschule für Unternehmensführung und der Otto-Beisheim-Stiftung „Wettbewerb und Unternehmensführung“ einschließlich der damit verbundenen Förderpreise. Er hat zu einem wichtigen Zeitpunkt mit einem großen Investitionsvorhaben ein unbeirrtes Bekenntnis zu Berlin abgegeben und mit diesem Signal zu weiterem Engagement in Berlin ermutigt. Im Zentrum Berlins ist das Beisheim-Center die größte private Investitionsmaßnahme eines privaten Bauherren. Durch seine Investitionen, verbunden mit persönlichem Engagement für Berlin, hat Otto Beisheim wesentlich zu Ansehen und Baukultur Berlins beigetragen.

Frank Castorf

Frank Castorf ist seit der Spielzeit 1992/93 Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Frank Castorf hat der Volksbühne nach der Wende zu einem überaus erfolgreichen Neubeginn verholfen und mit seinen herausragenden künstlerischen Fähigkeiten immer wieder neue Theaterformen in der Volksbühne entwickelt, die nicht nur in Berlin, sondern auch im gesamten Bundesgebiet als einzigartig eingestuft werden können. So hat er die Volksbühne nach nunmehr über zehn Jahren zu einem der erfolgreichsten staatlichen Sprechtheater der Berliner Theaterlandschaft gemacht und sie zu einer unverzichtbaren Größe in der Berliner und in der deutschen Kulturlandschaft gemacht.

Peter Dussmann

Die von Peter Dussmann begründete Unternehmensgruppe ist derzeit das größte deutsche Multidienstleistungsunternehmen. 1994 erfolgte die Verlegung des Firmensitzes der Dussmann-Gruppe aufgrund der sich abzeichnenden Ausweitung der Ostaktivitäten von München nach Berlin. 1997 eröffnete Peter Dussmann in Berlin-Mitte ein Kulturkaufhaus, mit dem in der Vermarktung von Tonträgern, Literatur und Merchandising-Produkten Neuland betreten wurde. Darüber hinaus unterstützt Peter Dussmann seit Jahren das Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Gymnasium in Berlin und die Deutsche Staatsoper Berlin. Des Weiteren ist er im Beirat der Deutschen Bank Berlin vertreten sowie im Stifterverband der deutschen Wissenschaft aktiv. Mit kritischem Blick begleitet er die Entwicklung Berlins und unterstützt zugleich das kulturelle Leben der Stadt.

Sylva Franke

Sylva Franke emigrierte 1933 nach Südamerika und kehrte 1945 nach Berlin zurück. Gemeinsam mit ihrem Mann eröffnete Sie einen Hotelbetrieb und leitete diesen nach dem Tod ihres Mannes nicht nur erfolgreich weiter, sondern dehnte den Hotelbetrieb nach der Wiedervereinigung auch auf den Ostteil Berlins aus. Weit über den Bereich ihrer unternehmerischen Tätigkeit hinaus engagiert sich die mittlerweile fast 81-Jährige auch sozial, gesellschaftlich und völkerverbindend. Als Mitglied in der Repräsentanz der Jüdischen Gemeinde zu Berlin unterstützt sie insbesondere aus der ehemaligen Sowjetunion emigrierte Juden . Weiterhin hat sie sich um die Förderung der sozialen, kulturellen und politischen Kontakte zwischen Deutschen und Südamerikanern gewidmet.

Götz George

Götz George wurde 1938 als jüngster Sohn des Schauspielerehepaares Heinrich George und Berta Drews in Berlin geboren. Früh war er in der Welt des Theaters zu Hause. Bereits als Elfjähriger stand er auf der Bühne des Berliner Hebbeltheaters. Zur Wiedereröffnung des Schillertheaters nach dem zweiten Weltkrieg spielte er in „Wilhelm Tell“ mit. Ab Mitte der 50er Jahre dominierte dann der Spielfilm. Der Durchbruch zu breiter Popularität gelang ihm in der Krimi-Serie „Tatort“ als raubeiniger und unkonventioneller Ruhrpott-Kommissar „Schimanski“. Obwohl seine wohl berühmteste Rolle in Duisburg angesiedelt ist, blieb Götz George seiner Heimatstadt Berlin stets verbunden.

Erika und Ulrich Gregor

Ulrich und Erika Gregor gründeten 1963 in Berlin mit anderen interessierten Cineasten die „Freunde der Deutschen Kinemathek“. Daraus entstand 1970 das Berliner „Arsenal“, die wichtigste cineastische Institution Berlins und das erste nichtkommerzielle Kino Deutschlands. Beide stehen dem Verein seit seiner Gründung vor.
Ulrich Gregor war zudem von 1971 bis 2001 Leiter des „Internationalen Forums des Jungen Films“, der Avantgarde-Sektion der Berliner Filmfestspiele. Mit großer Sachkenntnis und großem persönlichen Engagement haben Erika und Ulrich Gregor Wesentliches für die einzigartige Kinolandschaft in Berlin geleistet und mit ihrer Arbeit bei den Freunden der Deutschen Kinemathek auch den Weg zur Filmkultur anderer Länder ausgebaut.

Elisabeth (Liz) Mohn

Die an dieser Stelle bisher zu lesenden Teile einer Biografie von Frau Elisabeth Mohn mussten aufgrund eines Abmahnverfahrens der Kanzlei Prinz, Neidhardt, Engelschall im Auftrag des WHO’S WHO-Verlegers Christian Kaiser entfernt werden.

Michael Preetz

Der ehemalige Mittelstürmer von Hertha BSC ist eine Persönlichkeit, die sich im Laufe ihrer Karriere um den Berliner Sport und das Gemeinwohl Berlins in besonderer Weise verdient gemacht hat. Bei Hertha BSC entwickelte er sich zum Nationalspieler und hier beendete er auch vor kurzem die spielaktive Fußball-Karriere und wechselte in die Managementebene des Vereins. Michael Preetz zeichnet sich aber auch durch sein gesellschaftspolitisches Engagement aus. So war er in der Spielergewerkschaft (Vertretung der Vertragsfußballer – VdV) aktiv und einige Jahre auch deren Vize-Präsident, er ist der Botschafter der WM-Stadt Berlin für die FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2006.

Monika Rodloff

Monika Rodloff ist ehrenamtliche Vorsitzende des Diözesanverbandes des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend. Mit großem Engagement hat sie bei der Konzeption und Durchführung des Jugendzentrums zum Ökumenischen Kirchentag 2003 im Tempodrom entscheidend mitgewirkt und somit auch zum Gelingen des Kirchentages beigetragen.

Thomas Sadtler

Thomas Sadtler ist ehrenamtlicher Mitarbeiter in der evangelischen Schülerarbeit Berlin. Insbesondere bei der Durchführung des Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin hat er sich durch sein überdurchschnittliches Engagement bei der Betreuung der auswärtigen Gäste und Helfer verdient gemacht.
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