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WOWEREIT-REDE ZUR ORDENSÜBERGABE AN HEINZ DÜRR

Pressemitteilung vom 01.12.2003

Es gilt das gesprochene Wort!

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat bei der Übergabe des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an den Unternehmer Heinz Dürr laut Manuskript folgende Rede gehalten:
“Es gibt zahlreiche Unternehmer, Manager oder Wirtschaftslenker, die ganz und ausschließlich in ihrem Beruf aufgehen. Es gibt andere, die sich darüber hinaus noch für viele weitere Dinge engagieren; die sich in ihrer Umgebung umsehen und überlegen, was verbessert werden könnte; die immer wieder Neues anschieben. Zu diesen gehören Sie, lieber Heinz Dürr.
Ihre außerordentlichen beruflichen Erfolge unter anderem beim Aufbau der Dürr AG, bei der Sanierung des AEG-Konzerns oder bei der Zusammenführung von Bundesbahn und Reichsbahn zur Deutschen Bahn AG sind schon oft und zu recht gewürdigt worden.
Ihre außergewöhnliche Karriere ist damit jedoch längst nicht erschöpfend beschrieben. Denn sie verbindet sich mit einem großen gesellschaftspolitischen Engagement in zahlreichen Bereichen.
So vielfältig waren und sind Ihre Aktivitäten, dass es mir schwer fällt, eine Auswahl zu treffen. Nehmen wir die Kultur, für die Sie gerade in Berlin sehr viel geleistet haben.
Das Deutsche Theater und die Kammerspiele hatten in Ihnen einen engagierten Förderer, der diese beiden Bühnen als Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer über viele Jahre hinweg sowohl ideell als auch materiell unterstützte.
Und Sie haben damit zugleich ein Zeichen des Bürgersinns gesetzt. Ihnen ging es nicht darum, den Staat aus seiner Verantwortung zu entlassen. Aber Sie haben mit Ihrem Engagement für das Deutsche Theater gezeigt, dass Theaterliebhaber etwas tun können für die spannende Theaterlandschaft in einer finanziell klammen Stadt.
Ein anderes Beispiel: Die ,Heinz und Heide Dürr Stiftung’, die Sie ins Leben gerufen haben. Es ist eine Stiftung, die sich in vielen Bereichen engagiert: Von der Förderung des künstlerischen Nachwuchses bis zur Unterstützung von Forschungsprojekten. Berlin verdankt dieser Stiftung insbesondere auch die Unterstützung von Initiativen, die der Betreuung sozial gefährdeter junger Menschen dienen.
Sie haben den ‘Heinz-Dürr-Stückepreis’ für Gegenwartsstücke gestiftet, haben Kunstwerke gespendet, sind Aufsichtsratsvorsitzender von Partner für Berlin – und selbst diese Beispiele sind nur einige wenige von vielen.
Sie, lieber Herr Dürr, sind im Juli 70 Jahre alt geworden. Nun sind runde Geburtstage allein kein Grund, um den Jubilar mit einem Orden zu ehren. Ihr Geburtstag ist uns aber willkommener Anlass, um Sie für Ihre herausragenden Aktivitäten in Wirtschaft, Politik und Kultur angemessen zu würdigen.
Und ich freue mich sehr, dass ich das persönlich tun darf. Ihr Engagement hatte und hat stets sehr viel mit Berlin zu tun. Ihren Einsatz für ‘Partner für Berlin’ und einige andere Ihrer Aktivitäten habe ich bereits erwähnt. Aber auch über diese Aufgaben hinaus, setzen Sie sich seit vielen Jahren erfolgreich für unsere Stadt ein.
Denn auch in Ihren unterschiedlichen beruflichen Funktionen haben Sie sich stets für den Standort Berlin engagiert. Berlin und seine Zukunft liegt Ihnen ganz offensichtlich sehr am Herzen. Und weil Sie nicht nur ein Mann des Wortes sind, sondern vor allem ein Mann der Tat, haben Sie auch vieles bewegt in und für unsere Stadt.
Berlin hat Ihnen viel zu verdanken. Menschen wie Sie tragen maßgeblich dazu bei, unsere Stadt noch attraktiver zu machen – sowohl für Ihre Einwohner, als auch für Investoren und Touristen.
Dafür gilt Ihnen unser Dank. Der Bundespräsident hat Ihnen am 1. Oktober das Große Verdienstkreuz verliehen. Ich freue mich sehr, Ihnen diese hohe Ehrung nun persönlich aushändigen zu dürfen.”

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