BERLINER FRAUENPREIS GEHT AN WALFRIEDE SCHMITT: ENGAGEMENT FÜR FRAUEN UND FRIEDEN

Pressemitteilung vom 07.03.2003

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Der Berliner Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen Harald Wolf verleiht am 8. März den Berliner Frauenpreis an Walfriede Schmitt für ihr leidenschaftliches und humanitäres Engagement für die Frauen und für den Frieden. Der Preis ist mit 2600 Euro dotiert.

Die 1943 in Berlin geborene Schauspielerin hat während der Wende 1989 maßgeblich in der entstehenden Ostberliner Frauenbewegung mitgearbeitet und als Mitglied des Ensembles der Volksbühne dafür gesorgt, dass dort am 3. Dezember 1989 die Gründungsveranstaltung des Unabhängigen Frauenverbandes der DDR mit über 1000 Frauen stattfinden konnte. Auf dieser Veranstaltung verlas sie das von der Kulturwissenschaftlerin Ina Merkel verfasste „Manifest für eine autonome Frauenbewegung“.

Walfriede Schmitt hat sich nicht nur frauenpolitisch sondern auch in der Friedensbewegung engagiert. 2001 gehörte sie zu den Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichnern eines Aufrufs von Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtlern gegen den Krieg in Afghanistan. Am 15. Februar diesen Jahres trug sie auf der Berliner Demonstration gegen einen Krieg im Irak vor einer halben Million Zuhörerinnen und Zuhörern das Friedenslied von Bertolt Brecht vor. Sie versteht sich als leidenschaftliche Unterstützerin frauen- und friedenspolitischer Aktivitäten.

Vor der Wende spielte Walfriede Schmitt hauptsächlich an der Berliner Volksbühne und in Kinofilmen, nach der Wende auch in zahlreichen Fernsehfilmen und -serien. Für ihre Arbeit als Schauspielerin wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Walfriede Schmitt arbeitete unter anderem mit Brigitte Soubeyrand, Horst Bonnet, Benno Besson, Fritz Marquardt, Heiner Müller, Matthias Langhoff, Frank Castorff, Christoph Schlingensief und Hans Kresnik zusammen und führte auch selbst Regie. Seit 1995 spielt sie in der Krankenhausserie „Für alle Fälle Stefanie“ mit.

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