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HARALD WOLF REIST ZU GESPRÄCHEN MIT EU-KOMMISSION NACH BRÜSSEL: BERLIN - METROPOLE DES NEUEN EUROPA

Pressemitteilung vom 01.04.2003

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Der Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf führte am 31. März und 1. April in Brüssel Gespräche mit der EU-Kommission und Europa-Abgeordneten. Dabei ging es vor allem um die Ausgestaltung der europäischen Strukturpolitik ab 2007 und die Positionierung Berlins in einer erweiterten Europäischen Union sowie um Fragen der Gleichstellungspolitik im Rahmen der EU-Osterweiterung. Außerdem begrüßte Wolf in Brüssel die Teilnehmer einer von der BAO Berlin organisierten Unternehmerreise und diskutierte mit ihnen die Auswirkungen der EU-Erweiterung auf die Berliner Wirtschaft.

In einem Vortrag stellte der Senator vor etwa 300 Gästen die Chancen und Risiken der EU-Erweiterung für Berlin dar. Darin sagte er unter anderem: „Die Stadt erfüllt alle Anforderungen, um der Standort für Ost-West-Geschäfte zu werden. Berlin wirkt als Katalysator für Unternehmen aus dem Westen, die sich in Richtung Osten orientieren und umgekehrt. Als Wissenschaftsstandort mit vielen neugegründeten Unternehmen ist Berlin attraktiv für viele osteuropäische Unternehmen, die hier neue Produkte entwickeln, produzieren und verkaufen können. Die Zahl der Aussteller am Messestandort Berlin hat sich seit 1993 fast verdoppelt.“

Die Nachbarschaft der Stadt zu den mitteleuropäischen Beitrittsstaaten, die auch aus der jüngeren Geschichte Berlins erwachsene Ost-West-Kompetenz und die Knotenpunktfunktion, die sich aus den Verkehrsachsen Skandinavien – Italien und Paris – Moskau ergibt, seien Beleg dafür, dass Berlin optimale Voraussetzungen für einen zentralen europäischen Metropolenraum besitzt.

Weil der wirtschaftliche Strukturwandel in Berlin aber noch nicht abgeschlossen ist, benötigt Berlin auch nach dem Ablauf der aktuellen EU- Förderperiode ab 2007 weiter die finanzielle Unterstützung der europäischen Strukturpolitik. In einem Gespräch mit EU-Haushaltskommissarin Dr. Michaele Schreyer erläuterte Wolf die Berliner Vorstellungen für eine Strukturfondsförderung ab 2007.

Im Rahmen der europäischen Strategie, die EU bis 2010 zur wettbewerbsfähigsten Region der Welt zu machen, sollen nach dem Berliner Vorschlag auch Metropolenräume beim Ausbau ihrer Infrastruktur und der Ansiedlung von Unternehmen unterstützt werden. Dies soll eine wissensbasierte, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung mit qualifizierten Arbeitsplätzen gewährleisten. Weiterbildungsmaßnahmen sollen die Arbeitnehmer für diese Arbeit qualifizieren. Außerdem sollen Strukturfondsmittel dazu genutzt werden, den wirtschaftlichen und sozialen Ausgleich zwischen sehr unterschiedlich entwickelten Stadtteilen von Metropolenräumen zu fördern. Diese Berliner Position ist in einem Memorandum zusammengefasst, das von neun weiteren Hauptstädten bzw. Hauptstadtregionen der EU unterstützt wird.

Bürgermeister und Senator Wolf dazu: „Berlin hat als junge, kreative Stadt an der Schnittstelle zwischen Ost und West eine gute Chance, zur Metropole des neuen, erweiterten Europa zu werden und so auch für die gesamte EU eine wichtige Funktion zu übernehmen. Dazu benötigen wir auch nach 2006 die Unterstützung der europäischen Strukturfonds.“

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Christoph Lang
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