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WERKSTATTGESPRÄCH ZU BESCHÄFTIGUNGSORIENTIERTEN GENOSSENSCHAFTEN: MEHR JOBS DURCH GENOSSENSCHAFTEN

Pressemitteilung vom 03.04.2003

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

In einem gemeinsamen Werkstattgespräch der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen und des DGB Berlin-Brandenburg zum Thema „Genossenschaften – Unternehmen an der Schnittstelle zwischen Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik“ diskutieren heute Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen verschiedene Aspekte des Genossenschaftswesens, praktische Erfahrungen bei der Gründung und der Entwicklung von Genossenschaften und ihre beschäftigungspolitischen Wirkungen.

Berlin will die Wirkungen beschäftigungsorientierter Genossenschaften im gewerblichen Bereich und im Dienstleistungssektor erproben. Für deren Gründung wurde deshalb die Vergabe von Existenzgründungsdarlehen nach dem Arbeitsmarkt- und Berufsbildungspolitischen Rahmenprogramm ermöglicht. Das Programm wird von der Investitionsbank Berlin (IBB) umgesetzt und aus Landesmitteln und Mitteln des Europäischen Regionalfonds (EFRE) finanziert. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass aufgrund einer Prüfung des Gründungskonzepts von einer wirtschaftlichen Tragfähigkeit der Existenzgründung ausgegangen werden kann. Zudem müssen die Antragsteller die für das Vorhaben erforderliche kaufmännische und fachliche Qualifikation nachweisen. Die Förderung erfolgt dabei in Form eines niedrig verzinsten Darlehens. ( Effektivzins von höchstens 4 % jährlich) Die Laufzeit beträgt maximal 10 Jahre, wobei die ersten zwei Jahre rückzahlungsfrei sind. Die Förderhöhe beträgt bis zu 75.000 €.

Dazu erklärt der Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf: „Wir wollen Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik enger miteinander verzahnen, indem wir die Gründung beschäftigungsorientierter Genossenschaften modellhaft fördern. Vorhaben, bei denen besondere arbeitsmarkt- und frauenfördernde Struktureffekte nachgewiesen werden, sollen hierbei vorrangig Berücksichtigung finden. Wichtiger Bestandteil unseres Förderkonzepts ist zudem eine intensive Gründungsberatung. Mit unserer Initiative öffnen wir arbeitslosen oder von Arbeitslosigkeit bedrohten Berlinerinnen und Berlinern, die unternehmerische Verantwortung gemeinschaftlich tragen wollen, neue Existenzgründungs- und Beschäftigungsperspektiven. Die genossenschaftlichen Prinzipien Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung bergen große Chancen, Unternehmergeist zu mobilisieren und Beschäftigung zu schaffen.“

Rückfragen:
Christoph Lang
Telefon: 9013-7418
E-Mail: christoph.lang@senwiarbfrau.verwalt-berlin.de