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VERLÄSSLICHE UND REALISTISCHE PERSPEKTIVE FÜR DEN MESSESTANDORT BERLIN: MESSE BERLIN GMBH WIRD NICHT PRIVATISIERT

Pressemitteilung vom 03.07.2003

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen Harald Wolf informierte heute den Aufsichtsrat der Messe Berlin GmbH über die Entscheidung des Senats, die Messe Berlin GmbH nicht zu privatisieren. Diskutiert worden war in jüngster Vergangenheit ein Modell, nach dem Grundstücke und Gebäude weiter im Landesbesitz bleiben, das Veranstaltungsgeschäft aber privaten Investoren zum Kauf angeboten werden sollte. Die Entscheidung gegen eine solche Teilprivatisierung fiel auf Vorlage der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen nach sorgfältiger Abwägung und gestützt auf die Ergebnisse eines externen Gutachtens über die Entwicklungsperspektiven der Messe Berlin.

Harald Wolf dazu: „Die Messegesellschaft mit ihren international bedeutenden Veranstaltungen ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor für Berlin. Daher ist es wichtig, dass das Land Berlin als Eigentümer und die Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH gemeinsam eine verlässliche und realistische Perspektive für die weitere positive Entwicklung des Messestandorts Berlin erarbeiten. Dies ist nach heutigem Stand der Dinge in öffentlicher Eigentümerschaft besser zu erreichen als durch eine Teilprivatisierung.
Das Land Berlin als Eigentümer und die Geschäftsführung der Messe werden nun gemeinsam die hierfür notwendigen Schritte gehen. Die in der Vergangenheit diskutierte Privatisierung des Veranstaltungsgeschäfts ist nach Überzeugung des Senats keine attraktive Option. Denn dabei bestünde die Gefahr, dass weltweit attraktive Leitmessen, die der Berliner Wirtschaft wichtige Impulse geben, an andere Standorte abwandern, während das Immobilienrisiko in voller Höhe beim Land verbliebe. Ein reiner Finanzinvestor würde die Messe GmbH nach kurzer Zeit weiterveräußern, ohne dass das Land Berlin Einfluss darauf hätte.“

In Zukunft sollen Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten zwischen Messe GmbH und dem Land Berlin klarer geregelt werden. Der Senat werde jetzt „gemeinsam mit der Messe die notwendigen Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum und für die Stärkung des Messegeschäfts schaffen“ und dazu eine Zielvereinbarung mit der Messe Berlin GmbH abschließen, so Wolf abschließend.

Rückfragen:
Christoph Lang
Telefon: 9013-7418
E-Mail: christoph.lang@senwiarbfrau-verwalt-berlin.de